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17 -- Kapital und Rücklagen

Die Hauptversammlung der BASF hat am 24. April 2008 einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 beschlossen. Für jede bestehende Aktie der BASF wurde ohne Zuzahlung eine neue Aktie an die Aktionäre ausgegeben. Die Wertpapierdepots der Aktionäre und die Börsennotierung der BASF-Aktie wurden am 27. Juni 2008 umgestellt. Sämtliche Aktien sind für das Geschäftsjahr 2008 voll dividendenberechtigt. Die Aktien der BASF sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Alle Angaben wurden an den Aktiensplit angepasst.

Im Jahr 2008 wurden 37.891.306 Aktien zum Zweck der Einziehung zurückgekauft, von denen 4.649.873 Aktien am 31. Dezember 2008 noch nicht eingezogen waren und daher offen vom Kapital abgesetzt werden. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 57.841.433 Aktien eingezogen. Davon entfielen 24.600.000 Aktien auf bereits im Jahr 2007 zum Zweck der Einziehung erworbene Aktien. Das Grundkapital der BASF wurde entsprechend um den auf 57.841.433 Aktien entfallenden anteiligen Betrag von 74 Millionen € herabgesetzt.

 

Gezeichnetes Kapital (Millionen €)

 

 

Aktien (Stück)

Gezeichnetes Kapital

Ausgegebene Aktien am 31.12.2007

490.485.000

1.256

Bis zum 27.06.2008 eingezogene Aktien

–17.470.000

–45

Ausgegebene Aktien vor Aktiensplit

473.015.000

1.211

Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des Aktiensplits

473.015.000

Ausgegebene Aktien am 27.6.2008

946.030.000

1.211

Bis zum 31.12.2008 eingezogene Aktien

–22.901.433

–29

Ausgegebene Aktien am 31.12.2008

923.128.567

1.182

Zur Einziehung vorgesehene eigene Aktien

–4.649.873

–6

Bilanzausweis (ausstehende Aktien)

918.478.694

1.176

Aktienrückkauf/eigene Aktien

Die Hauptversammlung ermächtigte am 24. April 2008 den Vorstand, bis zum 23. Oktober 2009 bis zu 10 % der ausgegebenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder im Wege eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Erwerbsangebots. Der Erwerbspreis je Aktie darf bei einem Erwerb über die Börse den höchsten am Erwerbstag festgestellten Kurs nicht überschreiten und darf höchstens 25 % darunterliegen. Bei einem öffentlichen Erwerbsangebot darf der angebotene und gezahlte Erwerbspreis je Aktie bis zu 10 % über dem höchsten Börsenkurs des dritten Börsentags vor der Veröffentlichung des Erwerbsangebots liegen. Mit dieser Ermächtigung endet die von der Hauptversammlung am 26. April 2007 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien.

Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Eine Veräußerung eigener Aktien darf nur nach einem entsprechenden weiteren Hauptversammlungsbeschluss erfolgen, es sei denn, die Aktien werden mit Zustimmung des Aufsichtsrats für den Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Überlassung von Aktien verwendet.

Im Geschäftsjahr 2008 hat BASF insgesamt 37.891.306 Aktien oder 3,86 % des Grundkapitals auf Grund der jeweiligen Ermächtigungen zu einem Kurs von durchschnittlich 42,70 € je Aktie erworben. Am Bilanzstichtag standen insgesamt 4.649.873 eigene Aktien im Eigentum der BASF. Diese wurden zum Zweck der Einziehung erworben und offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Insgesamt hat BASF im Jahr 2008 1.618 Millionen € für den Aktienrückkauf ausgegeben. Davon minderten 48 Millionen € das gezeichnete Kapital, und 1.570 Millionen € wurden den anderen Gewinnrücklagen entnommen. Die Gewinnrücklagen reduzierten sich darüber hinaus um 74 Millionen € auf Grund der Umgliederung des rechnerischen Nennbetrags der im Jahr 2008 eingezogenen eigenen Aktien in die Kapitalrücklage. Von diesem Betrag entfallen 31 Millionen € auf im Vorjahr zum Zweck der Einziehung erworbene Aktien.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden insgesamt 42.990.000 Aktien oder 4,29 % des Grundkapitals zu einem Kurs von durchschnittlich 44,18 € je Aktie erworben.

Bedingtes Kapital

Ein Spitzenbetrag von weniger als 10.000 € dient der Erfüllung von Abfindungsansprüchen ehemaliger Wintershall-Aktionäre. Die Abfindungsansprüche sind seit 2004 verjährt. BASF SE wird daher keine weiteren Aktien aus dem bedingten Kapital ausgeben und Abfindungsansprüche nicht mehr erfüllen.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 29. April 2004 ermächtigte den Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gezeichnete Kapital bis zum 1. Mai 2009 um bis zu 500 Millionen € durch die Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlage zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht in den im Ermächtigungsbeschluss genannten Fällen auszuschließen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält unter anderem Aufgelder aus Kapitalerhöhungen, Entgelte für Optionsscheine und passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die sich aus dem Erwerb von Beteiligungen gegen Ausgabe von Aktien der BASF zu pari ergaben.

Kapitalstrukturmanagement

Ziel des Kapitalstrukturmanagements ist es, finanzwirtschaftlich hinreichend flexibel zu bleiben, um das Geschäftsportfolio kontinuierlich weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Ziele der Finanzierungspolitik sind die Sicherung der Liquidität, die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten durch eine adäquate Kapitalstruktur. Die Ausgestaltung der Kapitalstruktur orientiert sich am operativen Geschäft und an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Das Kapitalstrukturmanagement der BASF folgt der bilanziellen Eigenkapitaldefinition. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen der Finanzplanung unter Berücksichtigung ausgewählter Finanzkennzahlen gesteuert. Das bilanzielle Eigenkapital der BASF betrug zum 31. Dezember 2008 18.722 Millionen € und zum 31. Dezember 2007 20.098 Millionen €, die Eigenkapitalquote belief sich am 31. Dezember 2008 auf 36,8 % nach 42,9 % zum 31. Dezember 2007.