Service
Allgemeine
Informationen
Letzte Aktualisierung: 12.03.2009
Seite zurückSeitenendeSeite weiter
Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

20 -- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Den meisten Mitarbeitern der einbezogenen Gesellschaften stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu. Die Leistungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer, Bezügen oder Beiträgen der begünstigten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der arbeits-, steuer- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und steigender Lebenserwartung zu begrenzen, werden neu eingetretenen Mitarbeitern seit einigen Jahren verstärkt beitragsorientierte Pläne angeboten.

Für BASF SE und andere deutsche Gruppengesellschaften wird eine Grundversorgung durch die rechtlich selbständige BASF Pensionskasse VVaG gewährt, die aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen und ihren Vermögenserträgen finanziert wird. Die BASF SE sichert die erforderlichen Beitragsleistungen zu, um die satzungsgemäßen Leistungen der BASF Pensionskasse VVaG ausreichend zu finanzieren. Zur Jahresmitte 2004 wurde der bisherige leistungsorientierte Tarif geschlossen und durch einen beitragsorientierten Tarif für neu eintretende Mitarbeiter abgelöst. Darüber hinausgehende Zusagen von Betriebsrenten werden bei den deutschen Gruppengesellschaften überwiegend durch Pensionsrückstellungen finanziert.

Bei ausländischen Gruppengesellschaften werden Versorgungszusagen teils durch Pensionsrückstellungen, überwiegend aber durch externe Versicherungen oder Pensionsfonds abgedeckt.

Die Bewertung der Pensionspläne erfolgt grundsätzlich anhand der aktuellen Sterbetafeln zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres.

Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zu Grunde:

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts zum 31.12.
(gewichteter Durchschnitt in Prozent)

 

 

 

Deutschland

 

Ausland

 

2008

2007

 

2008

2007

Rechnungszinsfuß

6,00

5,25

 

5,84

5,82

Lohn- und Gehaltstrend

2,75

2,75

 

4,37

4,50

Rententrend

2,00

2,00

 

0,57

0,68

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Annahmen zur Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen
(gewichteter Durchschnitt in Prozent)

 

 

 

Deutschland

 

Ausland

 

2008

2007

 

2008

2007

Rechnungszinsfuß

5,25

4,50

 

5,82

5,31

Lohn- und Gehaltstrend

2,75

2,50

 

4,50

4,46

Rententrend

2,00

1,75

 

0,68

0,56

Erwartete Rendite des Pensionsvermögens

5,18

4,93

 

7,20

7,35

Die zur Bestimmung des Anwartschaftsbarwertes am 31. Dezember festgelegten Annahmen werden im folgenden Geschäftsjahr für die Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen verwendet.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen der nordamerikanischen Gruppengesellschaften aus der Übernahme von Krankheitskosten und Lebensversicherungen pensionierter Mitarbeiter und von deren Angehörigen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends mit einem Rechnungszinsfuß von 6,0 % im Jahr 2008 und 6,25 % im Jahr 2007 bewertet.

Die Annahmen zu der erwarteten langfristigen Gesamtrendite des Pensionsvermögens basieren auf der angestrebten Portfoliostruktur und den zukünftigen Renditen für die einzelnen Anlageklassen. Die Prognosen orientieren sich an langfristigen historischen Durchschnittswerten und berücksichtigen das aktuelle Zinsniveau sowie den Inflationstrend. Die Rechnungszinssätze wurden im Jahr 2008 entsprechend der Kapitalmarktentwicklung angepasst.

Die Ziel-Portfoliostruktur der Pensionspläne wird mit Hilfe von Asset-Liability-Studien ermittelt und regelmäßig überprüft. Danach werden die Vermögensanlagen unter Berücksichtigung der Anlagerisiken und der gesetzlichen Bestimmungen für die Anlage von Pensionsvermögen langfristig auf die Verpflichtungen abgestimmt. Die bestehende Portfoliostruktur orientiert sich grundsätzlich an der Zielallokation und berücksichtigt darüber hinaus aktuelle Markteinschätzungen. Zur Begrenzung von Anlagerisiken und zur Ausschöpfung möglichst vieler Ertragspotenziale erfolgt eine breite weltweite Streuung der Einzelanlagen.

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Portfoliostruktur des Pensionsvermögens (%)

 

 

 

Zielallokation

 

Anteil am Pensionsvermögen

 

2009

 

2008

2007

Aktien

29

 

22

30

Anleihen

60

 

66

60

Grundstücke

4

 

4

3

Sonstige

7

 

8

7

Gesamt

100

 

100

100

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts
der Pensionsverpflichtungen
(Millionen €)

 

 

 

2008

2007

Anwartschaftsbarwert am 1.1.

11.914

12.693

Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche

243

270

Zinskosten auf den Anwartschaftsbarwert

630

588

Rentenzahlungen

–637

–660

Mitarbeiterbeiträge

40

41

Versicherungsmathematische Gewinne

–874

–722

Plananpassungen und sonstige Veränderungen

42

.

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

12

–296

Anwartschaftsbarwert am 31.12.

11.370

11.914

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Entwicklung des Pensionsvermögens (Millionen €)

 

 

2008

2007

Pensionsvermögen am 1.1.

12.012

12.079

Erwartete Erträge aus dem Pensionsvermögen

675

660

Versicherungsmathematische Verluste

–2.159

–119

Firmenbeiträge

119

131

Mitarbeiterbeiträge

40

41

Rentenzahlungen

–443

–516

Übrige Veränderungen

58

6

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

11

–270

Pensionsvermögen am 31.12.

10.313

12.012

In den Pensionsvermögen zum Bilanzstichtag waren von BASF-Gruppengesellschaften emittierte Wertpapiere mit einem Marktwert von 10 Millionen € im Jahr 2008 und 16 Millionen € im Jahr 2007 enthalten. Der Marktwert der von den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen an BASF-Gruppengesellschaften vermieteten

Immobilien betrug 51 Millionen €, sowohl am 31. Dezember 2008 als auch am 31. Dezember 2007.

Zwischen den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen und den Unternehmen der BASF-Gruppe fanden im Jahr 2008 keine wesentlichen Transaktionen statt.

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Überleitung vom Finanzierungsstatus zum Bilanzansatz (Millionen €)

 

 

2008

2007

Pensionsvermögen am 31.12.

10.313

12.012

abzüglich Anwartschaftsbarwert am 31.12.

11.370

11.914

Finanzierungsstatus der Pensionspläne

–1.057

98

Unrealisierter Aufwand aus Leistungszusagen
für frühere Dienstjahre

.

.

Vermögenswertbegrenzung gemäß IAS 19.58

–34

–538

Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

–456

–436

Nettoverpflichtung in der Bilanz

–1.547

–876

davon Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen

165

417

davon Pensionsrückstellungen

–1.256

–857

davon Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

–456

–436

Die Veränderung der Vermögenswertbegrenzung ist überwiegend auf die Reduzierung des Finanzierungsstatus bei der BASF Pensionskasse VVaG zurückzuführen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre wird über die durchschnittliche Dienstzeit der Versorgungsberechtigten bis zur Unverfallbarkeit der zugesagten Leistungen ergebniswirksam verteilt. Im Jahr 2008 wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1.285 Millionen € und im Jahr 2007 versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 583 Millionen € unmittelbar mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Seit der Einführung dieser Bewertungsmethode wurden somit ohne Berücksichtigung latenter Steuern versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1.983 Millionen € mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Vermögensdeckung der Pensionspläne (Millionen €)

 

 

 

 

2008

 

2007

 

Anwartschafts- barwert

Pensions- vermögen

 

Anwartschafts- barwert

Pensions- vermögen

Ohne Pensionsvermögensdeckung

611

 

643

Teilweise Pensionsvermögensdeckung

2.803

2.158

 

2.495

2.340

Unvollständige Pensionsvermögensdeckung

3.414

2.158

 

3.138

2.340

Vollständige Pensionsvermögensdeckung

7.956

8.155

 

8.776

9.672

 

11.370

10.313

 

11.914

12.012

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung (Millionen €)

 

 

 

2008

2007

2006

2005

2004

Anwartschaftsbarwert

11.370

11.914

12.693

11.908

9.814

Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen
im laufenden Geschäftsjahr

36

–138

–59

20

23

Pensionsvermögen

10.313

12.012

12.079

11.015

6.204

Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen
im laufenden Geschäftsjahr

–2.159

–119

159

438

193

Finanzierungsstatus

–1.057

98

–615

–892

–3.610

  Download (Download XLS xls, 16 kB)

Erwartete Zahlungen aus den zum 31.12.2008
bestehenden Pensionszusagen
(Millionen €)

 

2009

628

2010

678

2011

689

2012

696

2013

736

2014 bis 2018

4.241

  Download (Download XLS xls, 17 kB)

Zusammensetzung des Aufwands aus Pensionsplänen (Millionen €)

 

 

2008

2007

Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche

243

270

Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre

.

8

Ertrag aus Übertragung und Wegfall von Verpflichtungen

–23

–3

Aufwand aus pensionsähnlichen Verpflichtungen

4

6

Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit

224

281

Finanzierungskosten

630

588

Erwartete Erträge aus Pensionsvermögen

–675

–660

Aufwand aus pensionsähnlichen Verpflichtungen

23

25

Ertrag aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Finanzergebnis

–22

–47

Aufwand aus beitragsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit

86

78

Aufwand aus Pensionsplänen

288

312

Im Berichtsjahr wurden an staatliche Rentenversicherungsträger Beiträge in Höhe von 392 Millionen € und im Vorjahr von 364 Millionen € geleistet.

Die voraussichtlichen Beitragszahlungen an leistungsorientierte Pensionspläne für das Jahr 2009 betragen 126 Millionen €.

Seite zurückzum SeitenanfangSeite weiter