|
Millionen € |
2008 |
2007 |
|---|---|---|
|
Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer |
377 |
341 |
|
Ausländische Ertragsteuern |
2.781 |
2.355 |
|
Steuern für Vorjahre |
–208 |
–86 |
|
Laufender Aufwand für Ertragsteuern |
2.950 |
2.610 |
|
Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) |
–279 |
. |
|
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
2.671 |
2.610 |
|
davon Ertragsteuern für Ölförderung |
2.206 |
1.768 |
|
Sonstige Steuern sowie Umsatz- und |
269 |
245 |
|
Steueraufwand |
2.940 |
2.855 |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern teilt sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:
|
Millionen € |
2008 |
2007 |
|---|---|---|
|
Deutschland |
1.870 |
1.759 |
|
Ausländische Betriebsstätten deutscher Gesellschaften |
2.389 |
1.895 |
|
Ausland |
1.717 |
3.281 |
|
|
5.976 |
6.935 |
In Deutschland wird auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % (bis 2007: 25 %) und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne eine Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Kommune, in der das Unternehmen ansässig ist. Für das Jahr 2008 ergab sich ein gewichteter Durchschnittssatz von 12,7 %, nach 15,4 % im Vorjahr. Der von den ausländischen Gruppengesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert.
Für die Berechnung der latenten Steuern im Konzernabschluss sind latente Steueransprüche und -schulden anhand der Steuersätze zu bewerten, welche für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird.
Bei deutschen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern einheitlich mit 29 % berechnet. Der Übergang zu diesem Steuersatz als Ergebnis der Unternehmensteuerreform 2008 führte im Vorjahr zu einem einmaligen nicht zahlungswirksamen Ertrag von 229 Millionen €.
Bei ausländischen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern mit den im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen von durchschnittlich 27 % im Jahr 2008 und 30 % im Jahr 2007 ermittelt. Im Jahr 2008 ergab sich ein einmaliger nicht zahlungswirksamer Ertrag aus Steuersatzänderungen, hauptsächlich in der Russischen Föderation, von 61 Millionen €.
Der Ertrag aus latenten Steuern von 279 Millionen € resultierte insbesondere aus steuerlichen Verlustvorträgen.
Ertragsteuern für die Ölförderung ausländischer Betriebsstätten können bis zur Höhe der auf diese ausländischen Einkommensteile entfallenden deutschen Körperschaftsteuer angerechnet werden. Der nicht anrechenbare Betrag wird in der folgenden Tabelle gesondert ausgewiesen. Die im Jahr 2008 ausgewiesenen nicht anrechenbaren ausländischen Ertragsteuern für die Ölförderung von 1.851 Millionen € basieren auf dem Körperschaftsteuersatz von 15 %.
In den sonstigen Steuern waren Grundsteuer und andere vergleichbare Steuern von 80 Millionen € im Jahr 2008 und 77 Millionen € im Jahr 2007 enthalten. Sie sind den betrieblichen Funktionskosten zugeordnet.
Aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge resultierte ein Aufwand in Höhe von 34 Millionen € im Jahr 2008 und 23 Millionen € im Jahr 2007.
|
Überleitungsrechnung auf den effektiven Steueraufwand |
|
| |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
2008 |
|
2007 | ||||||
|
|
Millionen € |
% |
|
Millionen € |
% | ||||
| |||||||||
|
Erwartete Körperschaftsteuer nach der Tarifbelastung in Deutschland |
896 |
15,0 |
|
1.734 |
25,0 | ||||
|
Solidaritätszuschlag |
9 |
0,1 |
|
9 |
0,1 | ||||
|
Gewerbeertragsteuer |
202 |
3,4 |
|
107 |
1,5 | ||||
|
Einfluss abweichender Steuersätze für Einkommen ausländischer Gruppengesellschaften |
200 |
3,3 |
|
158 |
2,3 | ||||
|
Steuerfreie Erträge |
–142 |
–2,4 |
|
–338 |
–4,9 | ||||
|
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen |
135 |
2,3 |
|
74 |
1,1 | ||||
|
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen |
10 |
0,2 |
|
–14 |
–0,2 | ||||
|
Steuern für Vorjahre |
–208 |
–3,5 |
|
–86 |
–1,2 | ||||
|
Nicht anrechenbare ausländische |
1.851 |
31,0 |
|
1.302 |
18,8 | ||||
|
Latente Steuerschulden für geplante Ausschüttungen von Gruppengesellschaften |
–50 |
–0,8 |
|
31 |
0,4 | ||||
|
Anpassung der latenten Steuerschulden auf Grund von Steuersatzänderungen |
–61 |
–1,0 |
|
–229 |
–3,3 | ||||
|
Sonstiges |
–171 |
–2,9 |
|
–140 |
–2,0 | ||||
|
Effektive Ertragsteuern/Steuerquote |
2.671 |
44,7 |
|
2.610 |
37,6 | ||||
|
Abgrenzungsposten für latente Steuern (Millionen €) |
|
|
| ||
|---|---|---|---|---|---|
|
|
Latente Steueransprüche |
|
Latente Steuerschulden | ||
|
|
2008 |
2007 |
|
2008 |
2007 |
|
Immaterielle Vermögenswerte |
37 |
27 |
|
1.448 |
1.374 |
|
Sachanlagen |
191 |
146 |
|
1.534 |
1.358 |
|
Finanzanlagen |
18 |
9 |
|
66 |
113 |
|
Vorräte und Forderungen |
276 |
163 |
|
776 |
271 |
|
Pensionsrückstellungen |
698 |
484 |
|
258 |
102 |
|
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
541 |
661 |
|
110 |
54 |
|
Steuerliche Verlustvorträge |
928 |
637 |
|
– |
– |
|
Sonstiges |
499 |
62 |
|
81 |
216 |
|
Saldierungen |
–2.106 |
–1.428 |
|
–2.106 |
–1.428 |
|
Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche |
–152 |
–82 |
|
– |
– |
|
davon auf steuerliche Verlustvorträge |
–112 |
–78 |
|
– |
– |
|
Gesamt |
930 |
679 |
|
2.167 |
2.060 |
|
davon kurzfristig |
305 |
445 |
|
247 |
260 |
Latente Steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Durch die Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden im Rahmen von Akquisitionen gemäß IFRS 3 bestehen wesentliche Abweichungen zwischen den anzusetzenden Zeitwerten und den Werten in der Steuerbilanz, die hauptsächlich zur Bilanzierung von latenten Steuerschulden führen.
Latente Steueransprüche wurden mit latenten Steuerschulden derselben Fristigkeit saldiert, sofern diese sich gegen dieselbe Steuerbehörde richten.
Für nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 6.305 Millionen € im Jahr 2008 sowie 4.986 Millionen € im Jahr 2007 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.
Die steuerlichen Verlustvorträge teilen sich regional wie folgt auf:
|
Steuerliche Verlustvorträge (Millionen €) |
| |
|---|---|---|
|
|
2008 |
2007 |
|
Deutschland |
8 |
34 |
|
Ausland |
2.507 |
1.583 |
|
|
2.515 |
1.617 |
Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Im Ausland entstanden Verlustvorträge vor allem in der Region Nordamerika. Sie verfallen dort erst ab dem Jahr 2022. Im Jahr 2008 haben sich die Verlustvorträge erhöht. In den Jahren 2007 und 2006 konnten die Verlustvorträge in der Region Nordamerika durch das hohe Ergebnis abgebaut werden. Für steuerliche Verlustvorträge von 361 Millionen € im Jahr 2008 sowie 196 Millionen € im Jahr 2007 wurden Wertberichtigungen gebildet.
Steuerschulden umfassen Steuerverbindlichkeiten und kurzfristige Steuerrückstellungen. Steuerverbindlichkeiten betreffen überwiegend veranlagte Ertragsteuern und sonstige Steuern. Steuerrückstellungen umfassen noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und für Vorjahre.
|
Steuerschulden (Millionen €) |
| |
|---|---|---|
|
|
2008 |
2007 |
|
Steuerrückstellungen |
257 |
347 |
|
Steuerverbindlichkeiten |
603 |
534 |
|
|
860 |
881 |






