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Letzte Aktualisierung: 12.03.2009
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

8 -- Steueraufwand

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Millionen €

2008

2007

Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer

377

341

Ausländische Ertragsteuern

2.781

2.355

Steuern für Vorjahre

–208

–86

Laufender Aufwand für Ertragsteuern

2.950

2.610

Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–)

–279

.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2.671

2.610

davon Ertragsteuern für Ölförderung

2.206

1.768

Sonstige Steuern sowie Umsatz- und
andere Verbrauchsteuern

269

245

Steueraufwand

2.940

2.855

Das Ergebnis vor Ertragsteuern teilt sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

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Millionen €

2008

2007

Deutschland

1.870

1.759

Ausländische Betriebsstätten deutscher Gesellschaften
zur Ölförderung

2.389

1.895

Ausland

1.717

3.281

 

5.976

6.935

In Deutschland wird auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % (bis 2007: 25 %) und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne eine Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Kommune, in der das Unternehmen ansässig ist. Für das Jahr 2008 ergab sich ein gewichteter Durchschnittssatz von 12,7 %, nach 15,4 % im Vorjahr. Der von den ausländischen Gruppengesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert.

Für die Berechnung der latenten Steuern im Konzernabschluss sind latente Steueransprüche und -schulden anhand der Steuersätze zu bewerten, welche für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird.

Bei deutschen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern einheitlich mit 29 % berechnet. Der Übergang zu diesem Steuersatz als Ergebnis der Unternehmensteuerreform 2008 führte im Vorjahr zu einem einmaligen nicht zahlungswirksamen Ertrag von 229 Millionen €.

Bei ausländischen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern mit den im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen von durchschnittlich 27 % im Jahr 2008 und 30 % im Jahr 2007 ermittelt. Im Jahr 2008 ergab sich ein einmaliger nicht zahlungswirksamer Ertrag aus Steuersatzänderungen, hauptsächlich in der Russischen Föderation, von 61 Millionen €.

Der Ertrag aus latenten Steuern von 279 Millionen € resultierte insbesondere aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Ertragsteuern für die Ölförderung ausländischer Betriebsstätten können bis zur Höhe der auf diese ausländischen Einkommensteile entfallenden deutschen Körperschaftsteuer angerechnet werden. Der nicht anrechenbare Betrag wird in der folgenden Tabelle gesondert ausgewiesen. Die im Jahr 2008 ausgewiesenen nicht anrechenbaren ausländischen Ertragsteuern für die Ölförderung von 1.851 Millionen € basieren auf dem Körperschaftsteuersatz von 15 %.

In den sonstigen Steuern waren Grundsteuer und andere vergleichbare Steuern von 80 Millionen € im Jahr 2008 und 77 Millionen € im Jahr 2007 enthalten. Sie sind den betrieblichen Funktionskosten zugeordnet.

Aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge resultierte ein Aufwand in Höhe von 34 Millionen € im Jahr 2008 und 23 Millionen € im Jahr 2007.

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Überleitungsrechnung auf den effektiven Steueraufwand
und die Steuerquote

 

 

 

2008

 

2007

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

1

Nicht zahlungswirksamer Ertrag aus der Absenkung der Körperschaftsteuer, hauptsächlich in der Russischen Föderation.

2

Nicht zahlungswirksamer Ertrag aus der Unternehmensteuerreform 2008.

Erwartete Körperschaftsteuer nach der Tarifbelastung in Deutschland
(15 %, Vorjahr 25 %)

896

15,0

 

1.734

25,0

Solidaritätszuschlag

9

0,1

 

9

0,1

Gewerbeertragsteuer

202

3,4

 

107

1,5

Einfluss abweichender Steuersätze für Einkommen ausländischer Gruppengesellschaften

200

3,3

 

158

2,3

Steuerfreie Erträge

–142

–2,4

 

–338

–4,9

Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen

135

2,3

 

74

1,1

Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
(Nach-Steuer-Ergebnis)

10

0,2

 

–14

–0,2

Steuern für Vorjahre

–208

–3,5

 

–86

–1,2

Nicht anrechenbare ausländische
Ertragsteuern für die Ölförderung

1.851

31,0

 

1.302

18,8

Latente Steuerschulden für geplante Ausschüttungen von Gruppengesellschaften

–50

–0,8

 

31

0,4

Anpassung der latenten Steuerschulden auf Grund von Steuersatzänderungen

–611

–1,0

 

–2292

–3,3

Sonstiges

–171

–2,9

 

–140

–2,0

Effektive Ertragsteuern/Steuerquote

2.671

44,7

 

2.610

37,6

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Abgrenzungsposten für latente Steuern (Millionen €)

 

 

 

 

Latente Steueransprüche

 

Latente Steuerschulden

 

2008

2007

 

2008

2007

Immaterielle Vermögenswerte

37

27

 

1.448

1.374

Sachanlagen

191

146

 

1.534

1.358

Finanzanlagen

18

9

 

66

113

Vorräte und Forderungen

276

163

 

776

271

Pensionsrückstellungen

698

484

 

258

102

Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

541

661

 

110

54

Steuerliche Verlustvorträge

928

637

 

Sonstiges

499

62

 

81

216

Saldierungen

–2.106

–1.428

 

–2.106

–1.428

Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche

–152

–82

 

davon auf steuerliche Verlustvorträge

–112

–78

 

Gesamt

930

679

 

2.167

2.060

davon kurzfristig

305

445

 

247

260

Latente Steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Durch die Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden im Rahmen von Akquisitionen gemäß IFRS 3 bestehen wesentliche Abweichungen zwischen den anzusetzenden Zeitwerten und den Werten in der Steuerbilanz, die hauptsächlich zur Bilanzierung von latenten Steuerschulden führen.

Latente Steueransprüche wurden mit latenten Steuerschulden derselben Fristigkeit saldiert, sofern diese sich gegen dieselbe Steuerbehörde richten.

Für nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 6.305 Millionen € im Jahr 2008 sowie 4.986 Millionen € im Jahr 2007 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die steuerlichen Verlustvorträge teilen sich regional wie folgt auf:

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Steuerliche Verlustvorträge (Millionen €)

 

 

2008

2007

Deutschland

8

34

Ausland

2.507

1.583

 

2.515

1.617

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Im Ausland entstanden Verlustvorträge vor allem in der Region Nordamerika. Sie verfallen dort erst ab dem Jahr 2022. Im Jahr 2008 haben sich die Verlustvorträge erhöht. In den Jahren 2007 und 2006 konnten die Verlustvorträge in der Region Nordamerika durch das hohe Ergebnis abgebaut werden. Für steuerliche Verlustvorträge von 361 Millionen € im Jahr 2008 sowie 196 Millionen € im Jahr 2007 wurden Wertberichtigungen gebildet.

Steuerschulden umfassen Steuerverbindlichkeiten und kurzfristige Steuerrückstellungen. Steuerverbindlichkeiten betreffen überwiegend veranlagte Ertragsteuern und sonstige Steuern. Steuerrückstellungen umfassen noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und für Vorjahre.

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Steuerschulden (Millionen €)

 

 

2008

2007

Steuerrückstellungen

257

347

Steuerverbindlichkeiten

603

534

 

860

881

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