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Letzte Aktualisierung: 12.03.2009
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Marktrisiken

Währungsrisiken: Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren bei der BASF aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, Barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten in die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenkontrakte in einer Vielzahl von Währungen eingesetzt.

Das Währungsrisikoexposure entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der originären und derivativen Finanzinstrumente, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen des jeweiligen Folgejahres einbezogen, soweit diese im Währungsrisikomanagement berücksichtigt werden. Gegenläufige Positionen in derselben Währung werden miteinander aufgerechnet. Währungsrisiken durch ein Euro-Exposure können Gesellschaften ausgesetzt sein, deren funktionale Währung nicht der Euro ist.

Bei der Ermittlung der Sensitivität wird eine Abwertung von 10 % aller Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung simuliert und deren Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der BASF untersucht. Zum 31. Dezember 2008 betrug diese –244 Millionen € und zum 31. Dezember 2007 belief sie sich auf –29 Millionen €.

Auf Grund des Einsatzes von Optionen zur Absicherung gegenüber Währungsrisiken ist die Sensitivität keine lineare Funktion der unterstellten Veränderung der Wechselkurse.

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Währungsrisiko-Exposure (Millionen €)

 

 

2008

 

2007

US-Dollar

–40

 

–120

Schweizer Franken

1.948

 

.

Pfund Sterling

91

 

39

Euro

158

 

–3

Sonstige

85

 

251

 

2.242

 

167

Zinsänderungsrisiken: Zinsänderungsrisiken bestehen auf Grund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zur Absicherung werden Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungsderivate abgeschlossen. Zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen, nicht aber im operativen Bereich von wesentlicher Bedeutung.

Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte sowohl zum 31. Dezember 2008 als auch zum 31. Dezember 2007 ein um 43 Millionen € niedrigeres Ergebnis vor Ertragsteuern zur Folge gehabt. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

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Buchwerte der originären verzinslichen Finanzinstrumente (Millionen €)

 

 

 

2008

 

2007

 

Fest
verzinslich

Variabel verzinslich

 

Fest
verzinslich

Variabel
verzinslich

Ausleihungen

98

303

 

628

127

Wertpapiere

6

26

 

16

4

Finanzschulden

11.940

2.574

 

8.055

2.047

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Nominal- und Marktwerte der Zins- und kombinierten
Zins-/Währungsswaps
(Millionen €)

 

 

 

2008

 

2007

 

Nominalwert

Marktwert

 

Nominalwert

Marktwert

Zinsswaps

150

–3

 

296

–11

davon Festzinszahler-Swaps

150

–3

 

166

–10

davon Festzinsempfänger-Swaps

 

130

–1

Kombinierte Zins-/Währungsswaps

384

31

 

63

–5

davon feste Verzinsung

326

27

 

18

.

davon variable Verzinsung

58

4

 

45

–5

Aktienkursrisiken: Zum Zweck der Anlage liquider Mittel sowie in begrenztem Maß mit strategischer Beteiligungsabsicht hält BASF Aktien börsennotierter Unternehmen sowie Anteile an Aktienfonds. Diese sind in den Posten Beteiligungen, Langfristige Wertpapiere und Kurzfristige Wertpapiere enthalten und werden in der BASF als zur Veräußerung verfügbar eingestuft. Ein Rückgang aller relevanten Aktienkurse um 10 % hätte vor Berücksichtigung von Ertragsteuern am 31. Dezember 2008 ein um 84 Millionen € und am 31. Dezember 2007 ein um 78 Millionen € niedrigeres Eigenkapital zur Folge gehabt.

Warenpreisrisiken: Einige Unternehmensbereiche der BASF sind mitunter starken Schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt. Diese resultieren vor allem aus folgenden Rohstoffen: Naphtha, Propylen, Benzol, Titandioxid, Cyclohexan, Methanol, Erdgas, Butadien, LPG-Kondensat, Ammoniak sowie Edelmetalle. BASF trifft die folgenden Maßnahmen, um Preisrisiken aus dem Rohstoffeinkauf zu reduzieren:

BASF verwendet Warenderivate zur Absicherung gegen Risiken aus der Volatilität von Rohstoffpreisen. Dabei handelt es sich insbesondere um Optionen und Swaps auf Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas.

Das Segment Oil & Gas verwendet im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading Warenderivate, insbesondere Swaps auf Ölprodukte, um Margen zu sichern. Margenrisiken entstehen in den volatilen Märkten, wenn Einkaufs- und Verkaufsverträge unterschiedlich verpreist werden.

Der Unternehmensbereich Catalysts schließt sowohl kurzfristige als auch langfristige Abnahmeverträge mit Herstellern von Edelmetallen ab und kauft darüber hinaus an den Kassamärkten Edelmetalle von einer Vielzahl von Geschäftspartnern zu. Das Preisrisiko aus Edelmetallen, die für den Weiterverkauf an Dritte oder für die Verwendung in der Produktion von Katalysatoren erworben werden, wird mit derivativen Instrumenten gesichert. Dabei kommen vor allem Terminkontrakte zum Einsatz, die durch Abschluss gegenläufiger Kontrakte oder durch Lieferung des Edelmetalls erfüllt werden. Darüber hinaus hält Catalysts zu Eigenhandelszwecken in begrenztem Umfang ungesicherte Edelmetallpositionen, die auch derivative Instrumente umfassen können. Der Wert dieser Positionen ist der Volatilität der Marktpreise ausgesetzt und unterliegt einer ständigen Kontrolle.

Auf Grund des Haltens von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen ist BASF Preisrisiken ausgesetzt. Diese Risiken bestehen darin, dass die Bewertung von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen zum Marktwert bei einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise zu Belastungen von Ergebnis und Eigenkapital der BASF führen kann.

BASF führt Value-at-Risk-Analysen für alle Warenderivate und Edelmetallhandelspositionen durch. Mit Value at Risk wird fortlaufend das Marktrisiko quantifiziert und der maximal mögliche Verlust innerhalb des gegebenen Konfidenzintervalls über einen bestimmten Zeitraum prognostiziert. Der Value-at-Risk-Berechnung liegt ein Konfidenzintervall von 95 % und eine Haltedauer von einem Tag zu Grunde. Die Anwendung des Konfidenzintervalls von 95 % bedeutet, dass der maximale Verlust in einem Zeitraum von einem Tag mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % den Value at Risk nicht übersteigt. BASF wendet den Varianz-Kovarianz-Ansatz an.

BASF nutzt Value at Risk im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen im Rahmen des Risikomanagementsystems. Neben Value at Risk werden volumenbasierte Grenzen, Exposure- und Stop-Loss-Limits eingesetzt.

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Risikoposition gegenüber Warenderivaten (Millionen €)

 

 

 

2008

 

2007

 

Exposure

Value at
Risk

 

Exposure

Value at
Risk

Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas

230

49

 

72

5

Edelmetalle

20

1

 

40

1

Swaps auf CO2-Emissionszertifikate

10

1

 

19

1

 

260

51

 

131

7

Das Exposure entspricht dem Nettobetrag aller Kauf- und Verkaufspositionen der jeweiligen Warenkategorie.
Weitere Informationen zu finanzwirtschaftlichen Risiken und zum Risikomanagement der BASF sind im Lagebericht, Kapitel „Risikobericht“.

Im Rahmen des CO2-Emissionshandels werden Swaps abgeschlossen, bei denen verschiedene Arten von CO2-Zertifikaten getauscht werden. Ziel dieser Transaktionen ist es, im Markt vorhandene Preisdifferenzen zu nutzen. Die Erfüllung der Geschäfte erfolgt durch physische Lieferung.

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