Der Aufsichtsrat der BASF SE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführung des Vorstands regelmäßig überwacht und in diesem Rahmen die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in seinen sechs Sitzungen ausführlich durch schriftliche und mündliche Berichte über die Geschäftspolitik, die Geschäftslage und -entwicklung, die Rentabilität sowie die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung der Gesellschaft und ihrer wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sowie über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und der einzelnen Arbeitsgebiete mit dem Vorstand erörtert. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. Sofern zu Einzelmaßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, Entscheidungen des Aufsichtsrats erforderlich waren, haben wir darüber Beschluss gefasst.
Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Mit Ausnahme einer Sitzung, bei der ein Mitglied aus wichtigem Grund nicht teilnehmen konnte, haben an allen Sitzungen des Aufsichtsrats sämtliche Mitglieder teilgenommen.
In allen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit der Weiterentwicklung der Geschäftsaktivitäten der BASF-Gruppe durch Akquisitionen, Devestitionen und Investitionsprojekte auseinandergesetzt und den Vorstand in diesen für die Zukunft des Unternehmens entscheidenden Fragen beraten. Zu den Vorhaben, die der Aufsichtsrat wiederholt diskutiert hat, gehören die erfolgeichen Übernahmeangebote für die Ciba Holding AG und die Revus Energy ASA. Beide Akquisitionen betrachtet der Aufsichtsrat als sehr gute Ergänzungen der bestehenden BASF-Geschäftsfelder. Wir haben uns auch mehrfach mit dem sehr zyklischen und rohölnahen Arbeitsgebiet Styrenics beschäftigt, von dem sich die BASF trennen will, sowie mit der Weiterentwicklung des Arbeitsgebiets Textil- und Lederchemikalien, das von nur geringem Marktwachstum und hohem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet ist. In der Sitzung am 4. Juli 2008 haben wir uns schwerpunktmäßig mit den vom Vorstand identifizierten Wachstumsclustern befasst, bei denen wir für die BASF große Zukunftschancen sehen und die einen Schwerpunkt in der Forschung und Entwicklung der BASF-Gruppe bilden. Es handelt sich um die Gebiete Weiße Biotechnologie, Grüne oder Pflanzenbiotechnologie, wozu unter anderem die Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit Monsanto gehört, Rohstoffwandel, Energiemanagement und Nanotechnologie. In mehreren Sitzungen haben wir uns zudem über die Entwicklungen des für die Geschäftstätigkeit der BASF bedeutenden regulatorischen Umfeldes, insbesondere den Emissionshandel in der Europäischen Union und die Auswirkungen der EU-Chemikalienverordnung REACH, informieren lassen. In der Sitzung am 3. Dezember 2008 haben wir die operative Planung und die Finanzplanung des Vorstands für das Jahr 2009 diskutiert und genehmigt sowie den Vorstand unter bestimmten Voraussetzungen zur Beschaffung von Finanzierungsmitteln ermächtigt.






