Mit der bereichsübergreifenden strategischen Konzernforschung erschließen wir Wachstumsfelder der Zukunft. Im Rahmen unserer im Jahr 2006 gestarteten Initiative „We innovate for growth” konzentrieren wir uns auf fünf Wachstumscluster, die Zukunftstechnologien und Zukunftsmärkte adressieren und wichtigste interdisziplinäre Lösungsansätze für kommende Herausforderungen umfassen: Energiemanagement, Nanotechnologie, Weiße Biotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und Rohstoffwandel.
Nach der 2008 abgeschlossenen ersten Phase dieser Initiative, für die wir mehr als 900 Millionen € aufgewendet haben, ziehen wir eine positive Bilanz: Das Projektportfolio ist mit rund 200 Projekten gut gefüllt, sein Wert übertrifft unsere Erwartungen, wir haben über 700 Patente angemeldet oder erhalten. Von den Innovationen, die aus den Projekten dieser Wachstumscluster hervorgehen, erwartet BASF ab 2015 jährliche Umsätze von 2 bis 4 Milliarden €.
Im Zukunftsmarkt Energiemanagement sind mit neuen Technologien und Materialien für Energiespeicherung und -umwandlung bereits wesentliche Erfolge erzielt worden. Die BASF Fuel Cell GmbH ist einer der führenden Hersteller von Komponenten für Brennstoffzellen. Seit Januar 2009 wird BASF Fuel Cell im Unternehmensbereich Inorganics geführt. Ein weiteres Zukunftsprojekt ist die Thermoelektrik, die zum Beispiel beim Auto Abwärme in elektrischen Strom umwandelt und damit den Kraftstoffverbrauch deutlich senkt.
Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Wachstumsclustern 2006 – 2008 (Millionen €)

In der Nanotechnologie sieht BASF eine Schlüsseltechnologie, mit der drängende Fragestellungen beispielsweise in der Medizintechnik beantwortet werden können: Dazu führen wir seit Ende 2007 mit der Harvard University gemeinsame Forschungsprojekte durch. Zusammen mit den Unternehmen PolyIC, Evonik Industries, Elantas Beck und Siemens hat BASF das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „MaDriX“ gestartet. Mit diesem Projekt wird die Entwicklung leistungsfähigerer gedruckter Funketiketten (polymere RFID) mit Hilfe der Nanotechnologie vorangetrieben.
Eine weitere Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, die Biotechnologie, ermöglicht viele Produkt- und Verfahrensinnovationen. Unsere Forschung in der Weißen Biotechnologie konzentriert sich auf vier Technologiefelder: Enzymkatalyse zur Herstellung von Spezialchemikalien, Fermentation auf Basis nachwachsender Rohstoffe, Biopolymere sowie industrielle Proteine und Enzyme. Ein Beispiel für die gelungene Nutzung der Weißen Biotechnologie ist die Anwendung von Enzymen in der Herstellung optisch aktiver Zwischenprodukte mit hohem Reinheitsgrad. So setzen wir zum Beispiel eine neuartige Enzymklasse, die Enoat-Reduktasen, seit 2008 zur Produktion von Ausgangsstoffen für Pharmazeutika und Pflanzenschutzmittel ein.
In der Pflanzenbiotechnologie entwickeln wir Pflanzen für eine leistungsfähigere Landwirtschaft, eine gesündere Ernährung und für die verbesserte Nutzung als nachwachsende Rohstoffe. Mit Monsanto setzen wir unsere Zusammenarbeit erfolgreich fort. Die ersten Ergebnisse von Feldversuchen mit trockenheitstolerantem Mais haben unsere Erwartungen mehr als erfüllt.
Im Arbeitsgebiet Rohstoffwandel untersuchen wir für unsere Wertschöpfungsketten Alternativen zu Erdöl als Ausgangsstoff, zum Beispiel nachwachsende Rohstoffe und Erdgas.
Unsere bisherigen Erfolge mit der Initiative „We innovate for growth“ bestärken uns darin, die zweite Phase von 2009 bis 2011 in einem Umfang von bis zu 1 Milliarde € weiterzuführen. Wir wollen für BASF profitables Wachstum durch Innovation generieren und zu einer lebenswerteren Zukunft beitragen.
INITIATIVE „WE INNOVATE FOR GROWTH“
- Interdisziplinäre Vernetzung der Chemie mit anderen Naturwissenschaften
- Positive Bilanz nach Abschluss der ersten Phase der Initiative „We innovate for growth“: 700 Patente aus rund 200 Projekten
- Ab 2015 zusätzliche Umsätze von 2 bis 4 Milliarden € aus Projekten der Wachstumscluster






