Wichtiges Ziel des BASF-Compliance-Programms ist es, Rechtsverstößen vorzubeugen und sie zu verhindern. Wir haben dafür ein System aus Compliance-Schulungen, dezentralen Beratungsstellen und gruppenweitem Monitoring eingeführt und eine Compliance-Organisation entwickelt, die der Größe des Unternehmens angemessen ist.
Alle Mitarbeiter erhalten im Jahr ihres Eintritts in die BASF eine Grundschulung in Compliance-Fragen, mit der sie an die Grundwerte und Leitlinien der BASF, den Verhaltenskodex, unsere Compliance-Hotline und das Compliance-Programm herangeführt werden. Seit 2007 führt BASF Schulungen zur Auffrischung durch, soweit möglich mit einem interaktiven Lernprogramm. Daneben führen wir regelmäßig Schulungen zu speziellen Rechtsthemen durch, die auf die Arbeitsgebiete der Mitarbeiter zugeschnitten sind.
Mit den Schulungen machen wir deutlich, dass die Grundwerte und Leitlinien, der Verhaltenskodex und das daraus abgeleitete Compliance-Programm für jeden einzelnen BASF-Mitarbeiter gelten und Verstöße nicht toleriert werden. Im Jahr 2008 haben über 26.000 Mitarbeiter an Compliance-Schulungen teilgenommen.
Über gruppenweite Telefon-Hotlines können Mitarbeiter auch anonym Fragen zum persönlichen Verhalten an das Unternehmen stellen und auf fragwürdige oder rechtlich bedenkliche Vorfälle im Unternehmen hinweisen. Jedem, der die Hotline zu dem genannten Zweck nutzt, wird zugesichert, dass die Nutzung für ihn keine negativen Folgen haben wird. Die Nutzung unserer Compliance-Hotline ist seit ihrer Einrichtung kontinuierlich gestiegen. Insgesamt gingen 2008 rund 300 Anrufe ein.
COMPLIANCE-PROGRAMM
- Verpflichtende Schulungen für Mitarbeiter
- Telefon-Hotline, die Mitarbeiter anonym nutzen können
- Chief Compliance Officer koordiniert Compliance-Management
- Zirka 80 Compliance-Beauftragte weltweit
Regelmäßige Prüfungen durch die Konzernrevision unterstützen das Compliance-Programm. 2008 wurden gruppenweit 60 (2007: 137) solcher Audits durchgeführt. Dabei wird insbesondere untersucht, ob kartellrechtliche Vorschriften eingehalten werden und ob der Umgang mit Geschäftspartnern und Vertretern staatlicher Stellen unseren Grundsätzen entspricht. Stoßen wir auf Auffälligkeiten im Verhalten von Lieferanten oder Abnehmern, gehen wir diesen nach.
Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat BASF im Jahr 2002 die Position eines Chief Compliance Officer eingeführt. Zirka 80 bei einzelnen Gruppengesellschaften oder in Regionen tätige Compliance-Beauftragte unterstützen ihn. Der Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Er steuert das Compliance-Programm und dessen Weiterentwicklung gruppenweit.
Der Vorstand der BASF SE lässt sich über die Umsetzung des Compliance-Programms regelmäßig berichten, insbesondere über Compliance-Prüfungen und -Hotline-Fälle, die über den Einzelfall hinaus relevant sind. Über wichtige Fragen informiert der Vorstand den Aufsichtsrat.
Mehr dazu unter basf.com/compliance_d
COMPLIANCE-AUDITS
- Prüfung, ob kartellrechtliche Vorschriften eingehalten werden und ob der Umgang mit Geschäftspartnern und Vertretern staatlicher Stellen den Grundsätzen der BASF entspricht
- Regelmäßige Prüfungen durch die Konzernrevision
- Gruppenweit 60 Audits im Jahr 2008






