Wir steigern den Wert der BASF, indem wir eine Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen. Mit unserem Wertmanagementkonzept verfolgen wir einen umfassenden Ansatz: Sämtliche Funktionen des Unternehmens werden eingebunden und alle Mitarbeiter in ihrem unternehmerischen Handeln gefördert und gefordert.
Ergebnis der Betriebstätigkeit nach Kapitalkosten
Die zentrale Ziel- und Steuerungskennzahl für unsere Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten. Die BASF-Gruppe muss mindestens ein EBIT in Höhe der Kapitalkosten erzielen, um den Verzinsungsansprüchen der Fremdkapitalgeber und den Renditeerwartungen der Eigenkapitalgeber gerecht zu werden sowie den Steueraufwand abzudecken.|
Ermittlung des EBIT nach Kapitalkosten (Millionen €) |
| ||||
|---|---|---|---|---|---|
|
|
2008 | ||||
| |||||
|
EBIT BASF-Gruppe |
6.463 | ||||
|
– EBIT der den Segmenten nicht zuordenbaren Aktivitäten1 |
–930 | ||||
|
– Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern für die Ölförderung |
1.851 | ||||
|
– Kapitalkosten2 |
3.921 | ||||
|
EBIT nach Kapitalkosten |
1.621 | ||||
Ermittlung des Kapitalkostensatzes
Die Höhe des Kapitalkostensatzes hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:- der Kapitalstruktur der BASF-Gruppe,
- der Höhe der Fremdkapitalverzinsung sowie
- den Renditeerwartungen der Aktionäre.
Die Kosten des Eigenkapitals ermitteln wir auf Basis des Marktwerts der BASF-Aktien; die Kosten des Fremdkapitals werden auf Basis der Buchwerte ermittelt. Die Höhe des Kapitalkostensatzes wird jährlich anhand der aktuellen Daten überprüft. 2008 galt ein Kapitalkostensatz von 10 %. Für das Jahr 2009 gilt auf Grund des höheren Fremdkapitalanteils ein Kapitalkostensatz von 9 %.
EBIT nach Kapitalkosten (Millionen €) 5-Jahres-Übersicht1

Wertmanagement im gesamten Unternehmen
Wertmanagement ist nur dann erfolgreich, wenn es fest im Unternehmen verankert ist und konsequent umgesetzt wird. Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei der Zielvereinbarungsprozess, bei dem es entscheidend darauf ankommt, die Ziele von BASF mit den persönlichen Zielen der Mitarbeiter zu verknüpfen. In operativen Einheiten ist das EBIT nach Kapitalkosten die oberste Zielebene. Die Leistungen der funktionalen Einheiten, das heißt von Regionen, Standorten, Zentraleinheiten und Kompetenzzentren, sind schwerer monetär zu bewerten. Als oberste Zielebene ist daher für funktionale Einheiten der Wertbeitrag definiert. Daraus werden zwei allgemeine Werttreiber abgeleitet, an denen wir die Leistungen der Einheiten messen: Effizienz und Effektivität.
Weltweit vermitteln wir unseren Mitarbeitern Kenntnisse zum Thema Wertmanagement in zahlreichen Fortbildungsangeboten. Auf diese Weise wollen wir das Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge bei unseren Mitarbeitern weiter erhöhen und unternehmerisches Denken auf allen Ebenen von BASF fördern.
In einheitsübergreifenden Gruppen haben mehrere tausend Mitarbeiter mit Fach- und Führungsaufgaben Konzepte des Wertmanagements auf konkrete Fragestellungen aus der Praxis angewendet.






