Gegenüber dem Vorjahr (+4,3 %) ist das Wachstum der globalen Industrieproduktion eingebrochen (+1,0 %) und lag deutlich unter unserer Prognose (+2,8 %). Dies lag an der drastischen Verminderung der Konsumnachfrage, von der vor allem die Industrieländer betroffen waren. Hier ging die Industrieproduktion zurück (–1,3 %).
Die Bauwirtschaft ist infolge der Rezession des Wohnungsbaus in den USA und Teilen Europas weltweit nur noch schwach gewachsen (+0,9 %). In den USA ging die Baubranche deutlich zurück (–6,2 %), in Westeuropa leicht (–0,8 %). Die Bautätigkeit in den Schwellenländern, vor allem in Asien und im Nahen Osten, wuchs solide (+8,2 %).
Die Automobilindustrie geriet in den Industrieländern gegen Jahresende durch den starken Rückgang des Binnenabsatzes in eine äußerst kritische Lage. Die Produktion nahm in den Industrieländern stückzahlmäßig stark ab (–9,4 %) und ist in den USA eingebrochen (–19,7 %). In Asien (ohne Japan) ging das Wachstum gegenüber dem Vorjahr (+14,0 %) deutlich zurück (+4,5 %). Weltweit ist die Produktion gesunken (–3,4 %).
Die Elektroindustrie ist nur schwach gewachsen (+1,4 %). In den Industrieländern ging das Wachstum auf Grund geringerer Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr (+3,3 %) zurück
(–0,4 %). Asien (ohne Japan) profitierte vom Trend zum Offshoring und ist am stärksten gewachsen (+4,6 %).
Die Informations- und Kommunikationsindustrie (ICT) ist verglichen mit den Vorjahren schwächer gewachsen (+8,7 %). Wegen der Abhängigkeit von Exporten in die USA ging besonders in Asien das Wachstum zurück.
Die Textilindustrie schrumpfte in den Industrieländern (–7,9 %) vor allem wegen abnehmender Binnennachfrage und steigender Importe aus Asien. In den USA brach die Produktion sehr stark ein (–9,8 %). Das Wachstum (+0,9 %) wurde wie in den Vorjahren in Asien erwirtschaftet (+9,4 %).
Die Papierindustrie schrumpfte in den Industrieländern (–2,5 %). Das weltweite Wachstum (+0,8 %) ist durch die starke Produktionszunahme in den Schwellenländern (+6,1 %) bedingt.
Das Wachstum der Nahrungsmittelindustrie konnte sich behaupten (+2,8 %), da sie weniger von zyklischen Schwankungen betroffen ist. In den Industrieländern hat sich das Wachstum abgeschwächt (+0,3 %).
Die Landwirtschaft profitierte vom Anstieg der Anbauflächen und der wachsenden Nutzung von Mais und Getreide für die Produktion von Biokraftstoffen und Bioethanol und ist weltweit etwas stärker gewachsen (+3,1 %) als im Jahr 2007. Dies lag besonders am starken Wachstum in den Schwellenländern (+4,0 %).
Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen 2008 Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

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BASF-Umsatz nach Branchen |
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> 15 % |
Chemie |
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10–15 % |
Automobil | Bau | Versorger |
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5–10 % |
Landwirtschaft | Kunststoffindustrie | Ölindustrie |
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< 5 % |
Elektro/Elektronik | Möbel | Papier |
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10–15 % |
Anteil sonstiger Branchen |
ENTWICKLUNG DER INDUSTRIEPRODUKTION 2008
- Weltweit Wachstum zurückgegangen (auf +1,0 %)
- Bauwirtschaft: Weltweit leichtes Wachstum (+0,9 %), in den USA (–6,2 %) und in Westeuropa (–0,8 %) Rückgang der Produktion
- Automobilindustrie: Kritische Lage durch hohen Ölpreis und Finanzkrise, stückzahlmäßiger Rückgang (–9,4 %) in den Industrieländern, Einbruch in den USA (–19,7 %)






