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Letzte Aktualisierung: 12.03.2009
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Entwicklung der chemischen Industrie

Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

Chemieproduktion (ohne Pharma) 2008 Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Chemieproduktion (ohne Pharma) 2008 (Balkendiagramm)

Die Nachfrage nach Chemieprodukten ist im Zuge der wirtschaftlichen Turbulenzen drastisch eingebrochen und ist seit dem dritten Quartal 2008 rückläufig – erstmals seit 2001. Insgesamt stagnierte die weltweite Chemieproduktion (ohne Pharma) im Jahr 2008 – nach einem starken Wachstum im Vorjahr (+4,5 %).

Nach der Wachstumsphase der Vorjahre brachte das Jahr 2008 für die weltweite Chemieproduktion eine stärkere Abschwächung als erwartet. Im dritten Quartal lag die weltweite Chemieproduktion erstmals unter dem Vorjahresniveau. Das bis dahin solide Wachstum brach parallel zum Produktionsrückgang in den Abnehmerbranchen Bau, Auto, Elektro, Möbel und Papier ein.

Besonders dramatisch ist der Rückgang der Produktion in den USA (–5,0 %), gefolgt von Japan
(–3,6 %) und Europa (–1,1 %). In Asien (ohne Japan) (+5,2 %) nahm die Chemiekonjunktur deutlich weniger zu als im Vorjahr (+12,3 %). Auch Südamerika verzeichnete ein schwächeres Wachstum (+2,7 %).

Preisentwicklung für Rohöl und Naphtha (US$/bbl, US$/t)

Preisentwicklung für Rohöl und Naphtha (Liniendiagramm)

Entwicklung an den Rohstoffmärkten

Die Energiemärkte zeigten infolge spekulativer Verzerrungen eine beispiellose Volatilität. Die Ölpreise stiegen seit Jahresbeginn 2008 von einem Niveau um 90 US$/Barrel im Juli auf Rekordwerte von bis zu 145 US$/Barrel und lösten damit bei Energieverbrauchern große Verunsicherung aus. Im Zuge der wirtschaftlichen Abschwächung sank der Ölpreis wieder unter 50 US$/Barrel – auf ein Niveau wie zu Beginn des Jahres 2007. Die Preise für Chemierohstoffe wie zum Beispiel Naphtha zogen zur Jahresmitte parallel zum Ölpreis auf Rekordwerte über 1.100 US$/Tonne an. Im September 2008 fiel die Nachfrage auf den Energiemärkten infolge der Finanzkrise stark ab, im Dezember erreichten die Energiepreise die niedrigsten Stände seit Ende 2005: der Ölpreis bis auf 40 US$/Barrel und der Naphthapreis bis auf 245 US$/Tonne. Im Jahresdurchschnitt lagen der Ölpreis mit rund 97 US$/Barrel um 34 % und der Preis für Naphtha mit 789 US$/Tonne um 17 % über den Vorjahreswerten.

In den USA ist der starke Anstieg der Gaspreise zur Jahresmitte 2008 wieder abgeflacht. Der Preis hat sich von einem Niveau um 13 US$/mbtu wieder auf unter 6 US$/mbtu bewegt. Der Jahresdurchschnittspreis von 8,9 US$/mbtu war 2008 dennoch um 27 % höher als im Vorjahr. In Europa ist der Gaspreis im Jahresdurchschnitt sogar um 50 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der seit 2007 andauernde Anstieg der Agrarrohstoffpreise ist im Juli 2008 abrupt abgebrochen. Seitdem fallen die Preise und lagen Ende 2008 um 32 % unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2008 waren die Agrarrohstoffpreise um circa 4 % niedriger als 2007.

Die Märkte für Nichteisenmetalle sind bereits im März des Jahres 2008 eingebrochen und notierten zum Jahresende um 47 % unter dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt 2008 notieren die Nichteisenmetalle um 11,4 % niedriger als im Vorjahr.

ENTWICKLUNG DER CHEMISCHEN INDUSTRIE 2008

  • Stagnation der weltweiten Chemieproduktion
  • Rückläufige Nachfrage nach Chemieprodukten wegen Rückgang der Produktion in Abnehmerbranchen
  • Hohe Volatilität der Preise von Rohöl und Naphtha
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