Service
Allgemeine
Informationen
Letzte Aktualisierung: 12.03.2009
Seite zurückSeitenendeSeite weiter
Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Management von Währungs- und Zinsrisiken erfolgt in der Abteilung Treasury, das Management von Warenpreisrisiken im Kompetenzzentrum Global Procurement & Logistics der Konzernzentrale oder in dazu ermächtigten Gruppengesellschaften. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben, die unter anderem eine Funktionstrennung von Handel und Abwicklung vorsehen.

Volatilität von Wechselkursen: Risiken bestehen für die globalen Märkte in einer Verschiebung der Wechselkursparitäten. Auf der Produktionsseite begegnen wir Wechselkursrisiken durch unsere lokalen Produktionsstandorte. Marktseitig besteht aber ein Risiko durch unsere Abnehmerbranchen.

Finanzwirtschaftliche Währungsrisiken resultieren aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft bei Forderungen, Verbindlichkeiten und sonstigen monetären Posten im Sinne von IAS 21. Des Weiteren berücksichtigen wir in unserem finanzwirtschaftlichen Währungsrisikomanagement geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen in fremder Währung. Diese Risiken werden durch derivative Instrumente abgesichert.

VOLATILITÄT VON WECHSELKURSEN


  • Risiko eines zunehmenden Ungleichgewichts der Wechselkurse
  • Steuerung auf Produktionsseite durch lokale Standorte
  • Steuerung auf der Marktseite durch derivative Instrumente

Zinsänderungsrisiken: Zinsänderungsrisiken bestehen auf Grund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zur Absicherung werden Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungsderivate abgeschlossen.

Risiken aus Metall- und Rohstoffhandel: BASF setzt im Rahmen des Katalysatorengeschäfts Warenderivate auf Basis- und Edelmetalle ein und handelt für Dritte und im eigenen Namen mit diesen Metallen. Des Weiteren nutzen wir unsere Kenntnisse der Märkte für Erdöl und Ölprodukte, um im Handel mit Rohstoffen innerhalb festgelegter Limits und Exposure-Grenzen Erträge zu erwirtschaften. Diese Aktivitäten unterliegen einer ständigen Kontrolle.

Liquiditätsrisiken: Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung. Die derzeit erhöhten Unsicherheiten berücksichtigen wir durch zusätzliche Risikoszenarien sowie kurzfristige Aktualisierung unserer Liquiditätsplanung, um bei Bedarf umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Wir begeben langfristige Anleihen, um die Risiken der Refinanzierung zu reduzieren. In Verbindung mit Bankkrediten finanzieren wir damit das Wachstum der BASF-Gruppe. Im Laufe der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ist das Emittieren von Anleihen deutlich schwieriger und mit höheren Kosten verbunden als in den Jahren zuvor. Auf Grund unserer guten Ratings, des laufenden Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien haben wir jedoch Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln. Das Commercial-Paper-Programm stellt für BASF auch in der Finanzkrise eine verlässliche Quelle für Liquidität dar.

Ausfallrisiken: Länderrisiken begrenzen wir durch interne Länderratings, die fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Als Hauptinstrumente zur Absicherung gegen spezifische Länderrisiken setzen wir Ausfuhrkreditversicherungen und Investitionsgarantien ein.

Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem wir nur Transaktionen im Rahmen festgelegter Limits mit Geschäftspartnern und Banken guter Bonität tätigen. Auch der Zahlungsverkehr wird über solche Banken abgewickelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise überprüfen wir die Bonität unserer Partnerbanken fortlaufend. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand reduzieren wir, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt.
Mehr zu finanzwirtschaftlichen Risiken im Anhang zum Konzernabschluss, Anhangsangabe 26, „Finanzwirtschaftliche Risiken und derivative Finanzinstrumente“.

Pensionsverpflichtungen: Betriebliche Pensionszusagen finanzieren wir überwiegend extern durch gesonderte Pensionsvermögen. Dies betrifft neben den Pensionsplänen unserer Gruppengesellschaften in Nordamerika insbesondere die BASF Pensionskasse VVaG und die BASF Pensionstreuhand e.V. in Deutschland. Risiken einer Unterdeckung der Altersversorgungssysteme durch marktbedingte Wertschwankungen der Vermögensanlagen begegnen wir durch speziell auf die jeweilige Struktur der Pensionsverpflichtungen ausgerichtete ertrags- und risikooptimierte Anlagestrategien. Im Rahmen der Portfolioanalysen werden hierbei auch Stressszenarien simuliert. Die laufende Überprüfung der Anlagestrategien wurde im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise weiter intensiviert. Außerdem werden den Mitarbeitern zunehmend beitragsorientierte Pläne angeboten.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN


  • Währungs- und Zinsänderungsrisiken
  • Risiken aus Metall- und Rohstoffhandel
  • Liquiditätsrisiken
  • Bonitäts- und Ausfallrisiken
  • Pensionsverpflichtungen

Seite zurückzum SeitenanfangSeite weiter