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Letzte Aktualisierung: 12.03.2009
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Risiken aus dem operativen Geschäft

Entwicklung der Absatzmärkte: Für BASF als wichtigen Partner vieler Industrien stellen Nachfrageveränderungen naturgemäß Chancen und Risiken dar.

Für 2009 erwarten wir eine schwächere Konjunktur infolge der weltweiten Finanzkrise. Von einem Rückgang der Nachfrage wichtiger Abnehmerindustrien, wie der Bau- und der Automobilindustrie, und stärkerem Wettbewerb in den Absatzmärkten sind einige Unternehmensbereiche direkt betroffen. Auf andere Unternehmensbereiche wirkt sich dies indirekt über ein geringeres Wachstum der Nachfrage nach chemischen Grundprodukten aus.

Die Margen von Commodities, wie beispielsweise in den Geschäften mit Kunststoffen, werden besonders durch den produktspezifischen Zyklus von Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt.

Auf Grund des Rohstoffkostenvorteils findet derzeit im Nahen Osten ein deutlicher Kapazitätsaufbau für Basischemikalien wie Ethylen und Propylen statt. Es besteht außerdem das Risiko, dass der Bedarf der Zielmärkte langsamer wächst und es in der Folge global zu einem Verfall der Margen kommt.

Diese Risiken verringern wir im BASF-Verbund durch unsere Diversifizierung. Produktspezifisch steuern wir Neubau und Erweiterung von Anlagen gemäß dem erwarteten Bedarf und terminieren wartungsbedingte Abstellungen entsprechend. Wir devestieren Geschäfte, bei denen wir langfristig keine ausreichenden Möglichkeiten sehen, uns von unseren Wettbewerbern zu differenzieren.

Zu einem marktseitigen Nachfragerückgang können aus der Finanzkrise entstehende finanzielle Schwierigkeiten und die Insolvenz von Kunden beitragen.
Mehr zur Identifikation und Bewertung solcher Risiken im Abschnitt „Ausfallrisiken“

Dem wirtschaftlichen Abschwung tragen wir in unserer Planung Rechnung. Chancen und Risiken aus einer Marktentwicklung über oder unter unseren Erwartungen werden quantitativ bewertet. Die mögliche Bandbreite der positiven und negativen Planabweichungen wird über eine Wahrscheinlichkeitsverteilung auf Bereichs- und Gruppenebene erfasst. Die möglichen Abweichungen vom Plan können erheblich sein, werden aber auf Ebene der BASF-Gruppe durch den hohen Grad an Diversifizierung gemindert.

Den Risiken begegnen wir soweit möglich durch operative Maßnahmen: Zum Beispiel durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und durch die optimale Steuerung unserer Produktion. Die Auswirkungen von Risiken, die sich aus der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation ergeben, mindern wir durch ein kurzfristig gesteuertes Krisenmanagement. So reagieren wir auf die nachlassende Nachfrage weltweit mit einer Anpassung der Anlagenauslastung sowie dem Vorziehen wartungsbedingter Abstellungen. Ein weiterer Aspekt eines ausgeglichenen Chancen- und Risikomanagements ist, dafür zu sorgen, dass wir auf einen möglichen Aufschwung vorbereitet sind, um die Bedürfnisse unserer Kunden optimal bedienen zu können.

Hinzu kommen langfristige strategische Maßnahmen wie die internationale Ausrichtung, die kontinuierliche Entwicklung innovativer Produkte und Systeme und ein aktives Portfoliomanagement. Im Mittelpunkt steht hierbei eine kontinuierliche Forschung und Entwicklung. Zudem gestalten wir unser Portfolio durch interne Optimierungsmaßnahmen und nicht zuletzt durch Akquisitionen, mit denen wir unsere Position in verschiedenen Spezialitätensegmenten ausbauen.

ENTWICKLUNG DER ABSATZMÄRKTE


  • Risiken für das Jahr 2009 durch Konjunkturrückgang im Zuge der Finanzkrise
  • Potenzielle Planabweichungen durch hohen Grad an Diversifizierung gemindert
  • Enge Zusammenarbeit mit den Kunden und optimale Steuerung unserer Produktion als operative Maßnahmen

Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Rohstoffen: Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Einsatzstoffen, insbesondere von erdölbasierten Chemikalien und Edelmetallen, stellen für BASF Risiken und Chancen dar. Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Rohstoffen sehen wir derzeit nicht. Das Risiko des Ausfalls einzelner Lieferanten ist jedoch im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld gestiegen. Diese Risiken mindern wir durch ein breites Portfolio, unsere weltweiten Einkaufsaktivitäten sowie optimierte Verfahren zum Kauf zusätzlicher Rohstoffe auf den Spotmärkten. Wir vermeiden es – soweit möglich – bestimmte Rohstoffe von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Wo dies nicht möglich ist, versuchen wir, Wettbewerb zu schaffen, oder gehen diese Beziehungen bewusst ein und bewerten die Auswirkung möglicher Ausfälle. Wir beobachten kontinuierlich die Bonität wichtiger Geschäftspartner – Kunden wie Lieferanten. Entsprechend gehen wir auch beim Einkauf von Dienstleistungen in den Bereichen Logistik und Technik vor.
Mehr zur Identifikation und Bewertung solcher Risiken im Abschnitt „Ausfallrisiken“

Wir gehen davon aus, dass die Volatilität von Rohstoffpreisen in Zukunft über dem historischen Niveau liegen wird.

Die Einflüsse der Rohstoffpreisvolatilitäten und sich ändernder Preiserwartungen werden aktuell unter Berücksichtigung der Wertschöpfungsketten im BASF-Verbund abgebildet, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen einzuleiten. Unsere Abhängigkeit vom Ölpreis verringern wir durch den Beitrag unseres Öl-und-Gas-Geschäfts. Darüber hinaus mindern wir Kostenrisiken durch Warenderivate. Diese Maßnahmen dienen der Margensicherung, wenn stark steigende Rohstoffkosten erwartet werden, die nicht oder nur begrenzt über die Preise unserer Produkte weitergegeben werden können. Bei gegenläufiger Rohstoffpreisentwicklung können Aufwendungen entstehen.

Technische Risiken: Die Gewährleistung von Qualität und Verfügbarkeit unserer Produkte kann unvorhergesehene technische Maßnahmen erfordern. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass wir aus Sicherheitsgründen oder wegen technischer Probleme Anlagen ungeplant abstellen müssen. Diese Risiken minimieren wir durch die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie unseren weltweiten Produktionsverbund.

VERFÜGBARKEIT UND PREISVOLATILITÄT VON ROHSTOFFEN


  • Teilweise Kompensation der Ergebnisauswirkungen von Schwankungen der Rohstoffpreise durch unsere Aktivitäten in Exploration und Förderung von Öl und Gas
  • Einsatz von Warenderivaten zur Absicherung gegen steigende Rohstoffkosten
  • Risikominderung durch Diversifizierung unseres Portfolios

RISIKEN AUS DEM OPERATIVEN GESCHÄFT


  • Entwicklung der Absatzmärkte
  • Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Rohstoffen
  • Technische Risiken

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