Regelmäßige Risikobetrachtungen werden durchgeführt von den Einheiten:
- Compliance
- Corporate Controlling
- Environment, Health & Safety
- Finance
- Global Procurement & Logistics
- Human Resources
- Legal, Taxes & Insurance
- Strategic Planning & Controlling
- Corporate Audit
Das zentrale Risikocontrolling ist Aufgabe der Zentralbereiche Strategic Planning & Controlling sowie Finance. Der Zentralbereich Strategic Planning & Controlling stellt die erforderlichen Instrumente und das Know-how bereit, entwickelt die Methoden weiter und ist verantwortlich für die weltweite Kommunikation. Spezifische Einzelrisiken der Unternehmensbereiche, Zentraleinheiten und Kompetenzzentren sowie BASF-weite Risiken werden fortlaufend zentral erfasst, bewertet und verfolgt.
Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden Schritte:- Identifikation von Chancen und Risiken
Die Identifikation von Chancen und Risiken erfolgt als Bottom-up-Prozess, in dem wir unterschiedliche Instrumente einsetzen, die von Experteninterviews bis zu Teamansätzen reichen. Hinzu kommen Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen sowie statistische Bewertungen. Als Basis dienen neben den internen und externen Risikoinformationsquellen makroökonomische Szenarien, die wichtige Faktoren wie Industriewachstumsraten bewerten, sowie unser unternehmensweiter Risikokatalog, der als Checkliste dient und mit dem wir den Identifikationsprozess steuern. - Beurteilung und Quantifizierung
Chancen und Risiken werden – soweit möglich – über eine Ergebnisauswirkung und eine Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert. Als Bezugsbasis dient der jeweilige Geschäftsplan. Zusätzlich quantifizieren wir die Abhängigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche von makroökonomischen Faktoren, wie der Entwicklung wesentlicher Abnehmerindustrien, Wechselkurse und Rohstoffpreise. - Aggregation
Chancen und Risiken sowie die Abhängigkeit von makroökonomischen Faktoren werden auf Unternehmensbereichs- und Gruppenebene aggregiert, um die Bandbreite der möglichen Ergebnisauswirkungen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung zu ermitteln. Korrelationen zwischen den einzelnen Ereignissen und Faktoren sowie Effekte durch die Weitergabe von Produkten innerhalb des Verbunds werden dabei berücksichtigt. - Steuerung und Maßnahmen
Die Steuerung von Chancen und Risiken sowie das Ergreifen von Maßnahmen erfolgt auf Ebene der Unternehmensbereiche. Für bestimmte BASF-weit korrelierte Risiken erfolgen Maßnahmen auf BASF-Gruppenebene. Einzelheiten regeln unser Risikomanagement-Handbuch und darauf aufbauende bereichsspezifische Regelungen.
Die Risikosituation der BASF-Gruppe wird regelmäßig sowie unmittelbar bei Erreichen bestimmter Risikoschwellen an den Vorstand berichtet. Verantwortlich für das operative Risikomanagement sind die Unternehmensbereiche, die Kompetenzzentren und Regionalbereiche. Strategische Chancen und Risiken werden in den Produktbereichs- und Regionalstrategien quantitativ bewertet und mindestens einmal jährlich im Rahmen des strategischen Controllings aktualisiert. Bei signifikanten Änderungen der Chancen- und Risikoexposition erfolgt eine unmittelbare Anpassung der Bewertung. Unser Risikomanagementprozess wird fortwährend weiterentwickelt und von der Einheit Corporate Audit sowie im Rahmen der Jahresabschlussprüfung überprüft.
EINHEIT „STRATEGIC PLANNING & CONTROLLING“
- Umsetzung der Standards des Risikomanagements
- Weltweite Kommunikation mit den operativen Einheiten, Zentralbereichen, Kompetenzzentren und Regionalbereichen
- Koordination der konzernweiten Erfassung und Bewertung relevanter Risiken
- Bereitstellung von Know-how und erforderlichen Instrumenten






