Am 1. Juni 2007 trat die neue europäische Chemikalienverordnung REACH in Kraft, mit der neue Regelungen für die Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Substanzen eingeführt wurden. BASF ist durch ihre vernetzte Aufstellung und ihr umfangreiches Produktportfolio eines der weltweit am stärksten betroffenen Unternehmen. BASF ist sich der Anforderungen bewusst und hat bereits 2004 mit der Vorbereitung auf REACH begonnen. Unter REACH wird BASF mehrere tausend Stoffe registrieren lassen. Bis zum Abschluss der Vorregistrierphase am 1. Dezember 2008 haben wir mehr als 40.000 Vorregistrierungen bei der ECHA (European Chemicals Agency) in Helsinki/Finnland eingereicht. Bis zum Abschluss der Implementierung im Jahr 2018 rechnen wir mit Aufwendungen in Höhe von durchschnittlich 50 Millionen € pro Jahr. Trotz guter Vorbereitung und Planung besteht weiterhin das Risiko, dass unsere europäischen Kunden und wir durch die kostenintensiven Test- und Registrierungsverfahren gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern benachteiligt werden.
Im Rahmen des EU-Emissionshandels wurden der BASF-Gruppe in der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 Emissionszertifikate zugeteilt. BASF erwartet gegenwärtig für die europäische Gruppe insgesamt in dieser zweiten Handelsperiode keine Unterdeckung an Zertifikaten.
Die konkrete Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels ab 2013 ist noch unklar. Nach den vorliegenden EU-Beschlüssen werden jedoch große Teile der chemischen Industrie in das Handelssystem einbezogen. Weitgehend offen ist noch, welche Anteile der benötigten Zertifikate für die einzelnen Anlagen kostenpflichtig sein werden. Besonders effiziente Chemieanlagen werden voraussichtlich weitgehend kostenlose Zertifikate erhalten. Je nach endgültiger Ausgestaltung der Ausführungsbestimmungen wird der Zukaufsbedarf für BASF mehrere Millionen Zertifikate jährlich betragen. Die finale Ausgestaltung wird aber auch Auswirkungen auf den CO2-Zertifikatspreis an der Börse und damit auf unsere Kostenposition und globale Wettbewerbssituation insgesamt haben.
Risiken gehen weiterhin von einer Verschärfung geopolitischer Spannungen und einer Destabilisierung derzeit politisch stabiler Systeme aus.
REGULATORISCHE RISIKEN: REACH
- 1. Juni 2007: Neue europäische Chemikalienverordnung REACH; Regelungen für die Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Substanzen
- Einreichung von mehr als 40.000 Vorregistrierungen bei der European Chemicals Agency in Helsinki/Finnland bis 1. Dezember 2008
- Durchschnittlich jährliche Aufwendungen in Höhe von rund 50 Millionen € bis zum Abschluss der Implementierung im Jahr 2018






