ZIEL 2020
Energieeffizienz ist das wichtigste Mittel, um unseren Energieverbrauch zu senken und Ressourcen zu sparen. 2008 haben wir uns erstmals ein quantitatives Ziel zur Steigerung der Energieeffizienz gesetzt, das wir durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreichen wollen. Teil unseres Energiemanagements ist ein weltweites Programm, mit dem wir den Energieeinsatz in unseren Chemieanlagen sowie bei der Energieerzeugung und -verteilung an unseren Standorten reduzieren. Am kostengünstigsten sind Maßnahmen, die sich mit Ersatzinvestitionen verbinden lassen.
Durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, energetische Optimierung der Prozessanlagen sowie strukturelle Veränderungen konnte die Energieeffizienz von 2002 bis 2008 bereits um 22 % gesteigert werden. Zurzeit überprüfen wir im Rahmen unseres Energieeffizienzprogramms die energieintensivsten Anlagen unseres Standorts Ludwigshafen auf weiteres Einsparpotenzial. Dabei untersuchen wir in den nächsten drei Jahren die Anlagen, die rund 80 % unseres Energieverbrauchs ausmachen.
ENERGIEEFFIZIENZ BEI BASF
- Kostenreduktion, Klimaschutz, Ressourcenschonung
- Quantitatives Ziel zur Steigerung der Energieeffizienz
- Dreiteilige Strategie zur Erreichung des Energieziels: Effizienz bei der Energieerzeugung, Einsparungen durch den Energieverbund, erfolgreiches Energiemanagement

Energieeffizienz bei der Energieerzeugung
Energie ist einer der größten Kostenfaktoren bei der Produktion von Chemikalien. Um unsere Produktionsstandorte mit Energie zu versorgen, setzen wir auf Gas- und Dampfturbinen (GuD) in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Diese laufen in unseren Kraftwerken mit einem Gesamtwirkungsgrad von nahezu 90 %. Weltweit wird die Produktion über 16 eigene und sieben fremdbetriebene GuD-Anlagen mit Strom und Dampf versorgt.
Energieeffizienz durch den Verbund
Einen großen Beitrag zur effizienten Nutzung von Energie leistet unser Verbundsystem, das Produktion und Energiebedarf verknüpft. Erdöl und Erdgas werden als Rohstoffe genutzt und zugleich als Energieträger für die Strom- und Dampferzeugung eingesetzt. Bei der Produktion entstehende Prozesswärme wird nicht an die Umwelt abgegeben, sondern Betrieben erneut als Energie zur Verfügung gestellt. Dieses Prinzip kommt an allen großen Produktionsstandorten der BASF zum Einsatz. Ohne diesen Energieverbund hätte der Gesamtenergieverbrauch zur Strom- und Dampferzeugung der Kraftwerke in der BASF-Gruppe 2008 rund 4,5 Millionen Tonnen Rohöläquivalente anstatt 2,9 Millionen Tonnen betragen – also zirka 54 % mehr.
Energieeffizienz durch Energiemanagement
Unser Energiemanagement umfasst alle Aktivitäten, mit denen wir die Energieeffizienz der BASF analysieren und ständig steigern. Unsere Experten erfassen aktuelle Energieverbräuche und Energiekosten und analysieren mögliche Energieeinsparpotenziale. Grundlage sind die weltweiten Energiedaten unserer Responsible-Care-Datenbank. Auf dieser Basis legen wir Energieziele und Maßnahmen fest, mit denen wir unsere Ziele umsetzen. Bei der Entwicklung neuer Verfahren nutzen wir komplexe Simulations- und Optimierungsmodelle. Mit ihrer Hilfe können wir zum Beispiel den Energiebedarf von bestehenden oder geplanten Anlagen unter wirtschaftlichen Aspekten optimieren. Derzeit nutzen 17 unserer Betriebe am Standort Ludwigshafen eine von BASF entwickelte Lösung, mit deren Hilfe Daten zum Energie- und Rohstoffverbrauch in Produktionsanlagen in Echtzeit dargestellt werden können. Auf Grundlage dieser Informationen konnten die Kosten in diesen Betrieben seit 2006 um insgesamt mehr als 1,5 Millionen € pro Jahr reduziert werden.
ENERGIEVERBUND
- Beitrag zur effizienten Nutzung von Energie
- Verknüpfen von Produktion und Energiebedarf
- Einsparung von 1,6 Millionen Tonnen Rohöläquivalenten bei Strom- und Dampferzeugung der Kraftwerke in der BASF-Gruppe






