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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

19 – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Den meisten Mitarbeitern der einbezogenen Gesellschaften stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu. Die Leistungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer, Bezügen oder Beiträgen der begünstigten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der arbeits-, steuer- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und steigender Lebenserwartung zu begrenzen, werden den Mitarbeitern seit einigen Jahren verstärkt beitragsorientierte Pläne angeboten.

Für BASF SE und andere deutsche Gruppengesellschaften wird eine Grundversorgung durch die rechtlich selbständige BASF Pensionskasse VVaG gewährt, die aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen und ihren Vermögenserträgen finanziert wird. Die BASF SE sichert die erforderlichen Zuwendungen zu, um die satzungsgemäßen Leistungen der BASF Pensionskasse VVaG ausreichend zu finanzieren. Darüber hinausgehende Zusagen von Betriebsrenten werden bei den deutschen Gruppengesellschaften überwiegend durch Pensionsrückstellungen finanziert.

Bei ausländischen Gruppengesellschaften werden leistungsorientierte Versorgungszusagen teils durch Pensionsrückstellungen, überwiegend aber durch externe Versicherungen oder Pensionsfonds abgedeckt.

Da die Angaben zu den pensionsähnlichen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2009 erstmals mit den Angaben zu den Pensionsplänen zusammengefasst wurden, war es erforderlich, die Vorjahresangaben anzupassen.

Die Bewertung der Pensionspläne erfolgt grundsätzlich anhand der aktuellen Sterbetafeln zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres.

Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zu Grunde:

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Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts zum 31.12.
(gewichteter Durchschnitt in Prozent)

 

 

Deutschland

 

Ausland

 

2009

2008

 

2009

2008

Rechnungszinsfuß

5,50

6,00

 

5,17

5,86

Lohn- und Gehaltstrend

2,75

2,75

 

3,91

4,44

Rententrend

2,00

2,00

 

0,92

0,51

Zum 31. Dezember 2009 wurde für die Krankheitskosten eine Steigerungsrate von jährlich 8 % bis zum 31. Dezember 2012 unterstellt. Danach wird schrittweise eine Reduktion der Steigerungsrate um jährlich 0,5 %-Punkte erwartet, bis am Jahresende 2018 eine Steigerungsrate in Höhe von 5,0 % erreicht wird.

Zum 31. Dezember 2008 wurde eine Steigerungsrate von jährlich 7,5 % unterstellt, die sich schrittweise um jährlich 0,5 %-Punkte reduziert, bis am Jahresende 2014 eine Steigerungsrate in Höhe von 5,0 % erreicht wird.

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Annahmen zur Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen
(gewichteter Durchschnitt in Prozent)

 

 

 

Deutschland

 

Ausland

 

2009

2008

 

2009

2008

Rechnungszinsfuß

6,00

5,25

 

5,59

5,87

Lohn- und Gehaltstrend

2,75

2,75

 

3,82

4,56

Rententrend

2,00

2,00

 

0,76

0,60

Erwartete Rendite des Pensionsvermögens

5,42

5,18

 

6,60

7,21

Im Rahmen der Ergebnisrechnung 2009 wurde eine Steigerungsrate der Krankheitskosten von jährlich 7,5 % unterstellt, die sich schrittweise um jährlich 0,5 %-Punkte reduziert, bis im Jahr 2014 eine Steigerungsrate in Höhe von 5,0 % erreicht wird.

Im Rahmen der Ergebnisrechnung 2008 wurde eine Steigerungsrate von jährlich 8,0 % unterstellt, die sich schrittweise um jährlich 0,5 %-Punkte reduziert, bis im Jahr 2014 eine Steigerungsrate in Höhe von 5,0 % erreicht wird.

Die zur Bestimmung des Anwartschaftsbarwertes am 31. Dezember festgelegten Annahmen werden im folgenden Geschäftsjahr für die Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen verwendet.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen der nordamerikanischen Gruppengesellschaften aus der Übernahme von Krankheitskosten und Lebensversicherungen pensionierter Mitarbeiter und von deren Angehörigen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Eine Änderung der zu Grunde gelegten Kostensteigerungsraten der Krankheitskosten um einen Prozentpunkt hätte folgende Auswirkungen:

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Sensitivität der Gesundheitskosten (Millionen €)

 

 

Anstieg um einen Prozentpunkt

Rückgang um einen Prozentpunkt

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

9

–20

Auswirkungen auf den ­Versorgungsaufwand

1

–2

Die Annahmen zu der erwarteten langfristigen Gesamtrendite des Pensionsvermögens basieren auf der angestrebten Portfoliostruktur und den zukünftigen Renditen für die einzelnen Anlageklassen. Die Prognosen orientieren sich an langfristigen historischen Durchschnittswerten und berücksichtigen das aktuelle Zinsniveau sowie den Inflationstrend. Die Rechnungszinssätze wurden im Jahr 2009 entsprechend der Kapitalmarktentwicklung angepasst.

Die Ziel-Portfoliostruktur der Pensionspläne wird mit Hilfe von Asset-Liability-Studien ermittelt und regelmäßig überprüft. Danach werden die Vermögensanlagen unter Berücksichtigung der Anlagerisiken und der gesetzlichen Bestimmungen für die Anlage von Pensionsvermögen langfristig auf die Verpflichtungen abgestimmt. Die bestehende Portfoliostruktur orientiert sich grundsätzlich an der Zielallokation und berücksichtigt darüber hinaus aktuelle Markteinschätzungen. Zur Begrenzung von Anlagerisiken und zur Ausschöpfung möglichst vieler Ertragspotenziale erfolgt eine breite weltweite Streuung der Einzelanlagen.

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Portfoliostruktur des Pensionsvermögens (%)

 

 

 

Zielallokation

 

Anteil am Pensionsvermögen

 

2010

 

2009

2008

Aktien

29

 

27

22

Anleihen

59

 

63

66

Grundstücke

4

 

5

4

Sonstige

8

 

5

8

Gesamt

100

 

100

100

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Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (Millionen €)

 

 

2009

2008

Anwartschaftsbarwert am 01.01.

11.814

12.348

Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche

244

250

Zinskosten auf den Anwartschaftsbarwert

781

655

Rentenzahlungen

–802

–672

Mitarbeiterbeiträge

52

40

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

945

–877

Akquisitionsbedingte Effekte

2.516

Plananpassungen und sonstige Veränderungen

–251

34

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

–35

36

Anwartschaftsbarwert am 31.12.

15.264

11.814

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Entwicklung des Pensionsvermögens (Millionen €)

 

 

2009

2008

Pensionsvermögen am 01.01.

10.325

12.038

Erwartete Erträge aus dem Pensionsvermögen

675

677

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

1.120

–2.163

Firmenbeiträge

413

119

Mitarbeiterbeiträge

52

40

Rentenzahlungen

–516

–455

Akquisitionsbedingte Effekte

1.780

Übrige Veränderungen

–27

57

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

–12

12

Pensionsvermögen am 31.12.

13.810

10.325

Der tatsächliche Vermögensertrag betrug im Jahr 2009 1.795 Millionen € und im Jahr 2008 –1.486 Millionen €. In den Pensionsvermögen zum Bilanzstichtag waren von BASF-Gruppengesellschaften emittierte Wertpapiere mit einem Marktwert von 11 Millionen € im Jahr 2009 und 10 Millionen € im Jahr 2008 enthalten. Der Marktwert der von den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen an BASF-Gruppengesellschaften vermieteten Immobilien betrug 50 Millionen € am 31. Dezember 2009 und 51 Millionen € am 31. Dezember 2008.

Zur Erfüllung der gesetzlichen Solvabilitätsvorschriften (§ 53c VAG) erfolgte in 2009 eine ergebnisneutrale Zuführung zum Eigenkapital der BASF Pensionskasse in Höhe von 220 Millionen €. Zwischen den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen und den Unternehmen der BASF-Gruppe fanden im Jahr 2009 keine wesentlichen Transaktionen statt.

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Überleitung vom Finanzierungsstatus zum Bilanzansatz (Millionen €)

 

 

2009

2008

Pensionsvermögen am 31.12.

13.810

10.325

abzüglich Anwartschaftsbarwert am 31.12.

15.264

11.814

Finanzierungsstatus

–1.454

–1.489

Unrealisierter Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre

–21

–24

Vermögenswertbegrenzung gemäß IAS 19.58

–231

–34

Nettoverpflichtung in der Bilanz

–1.706

–1.547

davon Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen

549

165

Pensionsrückstellungen

2.255

1.712

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre wird über die durchschnittliche Dienstzeit der Versorgungsberechtigten bis zur Unverfallbarkeit der zugesagten Leistungen ergebniswirksam verteilt. Im Jahr 2009 wurden versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 175 Millionen € und im Jahr 2008 Verluste in Höhe von 1.286 Millionen € unmittelbar mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Seit der Einführung dieser Bewertungsmethode im Jahr 2004 wurden somit ohne Berücksichtigung latenter Steuern versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1.808 Millionen € mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

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Vermögensdeckung der Pensionspläne (Millionen €)

 

 

 

 

2009

 

2008

 

Anwartschafts- barwert

Pensions- vermögen

 

Anwartschafts- barwert

Pensions- vermögen

Ohne Pensionsvermögensdeckung

1.467

 

765

Teilweise Pensionsvermögensdeckung

5.069

4.302

 

3.093

2.170

Unvollständige Pensionsvermögensdeckung

6.536

4.302

 

3.858

2.170

Vollständige Pensionsvermögensdeckung

8.728

9.508

 

7.956

8.155

 

15.264

13.810

 

11.814

10.325

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Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung (Millionen €)

 

 

 

2009

2008

2007

2006

2005

Anwartschaftsbarwert

15.264

11.814

12.348

13.164

12.293

Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden Geschäftsjahr

–2

36

–172

–112

8

Pensionsvermögen

13.810

10.325

12.038

12.115

11.067

Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden Geschäftsjahr

1.120

–2.163

–121

159

439

Finanzierungsstatus

–1.454

–1.489

–310

–1.049

–1.226

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Erwartete Zahlungen aus den zum 31. Dezember 2009 bestehenden Pensionszusagen (Millionen €)

 

2010

861

2011

843

2012

845

2013

875

2014

887

2015 bis 2019

4.938

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Zusammensetzung des Aufwands aus Pensionsplänen (Millionen €)

 

 

2009

2008

Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche

244

250

Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre

–3

–3

Ertrag aus Übertragung und Wegfall von Verpflichtungen

–213

–23

Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit

28

224

Aufwand aus beitragsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit

150

86

Aufwand für Altersversorgung im Ergebnis der Betriebstätigkeit

178

310

Finanzierungskosten

–781

–655

Erwartete Erträge aus Pensionsvermögen

675

677

Aufwand(–)/Ertrag(+) aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Finanzergebnis

–106

22

Im Berichtsjahr wurden an staatliche Rentenversicherungsträger Beiträge in Höhe von 412 Millionen € und im Vorjahr von 392 Millionen € geleistet.

Die voraussichtlichen Beitragszahlungen an leistungsorientierte Pensionspläne für das Jahr 2010 betragen 181 Millionen €.

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