In den Jahren 2009 und 2008 wurde ein Teil der geplanten Einkäufe von Naphtha mit Swaps und Optionen auf Öl und Ölprodukte gesichert. Diese Sicherungsbeziehungen wurden im Abschluss der BASF teilweise mittels Cashflow Hedge Accounting abgebildet, so dass Gewinne und Verluste aus den Sicherungsinstrumenten zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die Gewinne oder Verluste aus den Sicherungsinstrumenten werden zu dem Zeitpunkt, in dem das Grundgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird, in den Herstellungskosten berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2009 haben wir im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading Cashflow Hedge Accounting eingesetzt für Swaps auf Erdöl, mit denen wir uns gegen Preisrisiken aus Einkaufsverträgen für Erdgas absichern. Diese Einkaufsverträge sind variabel verpreist, und die Preisformel ist an den Ölpreis gekoppelt.
Sowohl der überwiegende Teil der geplanten Transaktionen als auch die daraus resultierende Erfolgswirkung treten innerhalb des jeweils auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahres ein. Ein geringer Teil entfällt auf die Geschäftsjahre 2011 und 2012. Im Geschäftsjahr 2009 sind 36 Millionen € und 2008 –183 Millionen € an effektiven Wertveränderungen von Sicherungsinstrumenten im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE verbucht worden. Aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE ausgebucht und direkt als Aufwand in den Herstellungskosten erfasst wurden 2009 155 Millionen € und 2008 12 Millionen €. Der ineffektive Teil der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente betrug 27 Millionen € im Jahr 2009 und –33 Millionen € im Jahr 2008. Dieser Betrag wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten und in den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
In den Jahren 2004 und 2005 wurden die Marktwertänderungen von Forward-Zinsswaps, die zur Absicherung der Zinsrisiken aus der Refinanzierung einer auslaufenden Anleihe abgeschlossen worden waren, mittels Cashflow Hedge Accounting erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Sicherungsinstrumente wurden im Jahr 2005 glattgestellt, als zur Refinanzierung der auslaufenden Anleihe eine neue Emission durchgeführt wurde. Die neu begebene Anleihe wird im Jahr 2012 fällig. Über die Laufzeit der Anleihe hinweg werden die im Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen der Zinsswaps ratierlich aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. In den Jahren 2009 und 2008 wurden je 8 Millionen € bei der Position Sonstige Eigenkapitalposten ausgebucht und als Zinsaufwand erfasst.
Des Weiteren wurde im Jahr 2009 erstmals Cashflow Hedge Accounting für Effekte aus in Bezugsverträgen enthaltenen Fremdwährungsderivaten angewandt. Die Erfolgswirkung aus den zu Grunde liegenden Transaktionen tritt überwiegend im Jahr 2010 ein, geringe Effekte werden sich auch auf die Jahre 2011 und 2012 auswirken. 2009 wurden effektive Wertänderungen aus den Sicherungsgeschäften in Höhe von 10 Millionen € im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erfasst. Ausbuchungen aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE minderten die Herstellkosten um 3 Millionen €. Ineffektivitäten traten keine auf.

