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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

25.1 – Marktrisiken

Währungsrisiken: Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren aus der Umrechnung von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, Barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenkontrakte in einer Vielzahl von Währungen eingesetzt.

Das Währungsrisiko-Exposure entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der originären und der derivativen Finanzinstrumente, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen des jeweiligen Folgejahres einbezogen, soweit diese im Währungsrisikomanagement berücksichtigt werden. Gegenläufige Positionen in derselben Währung werden miteinander aufgerechnet.

Bei der Ermittlung der Sensitivität wird eine Abwertung von 10 % aller Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung simuliert. Die Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der BASF hätte zum 31. Dezember 2009 –116 Millionen € und zum 31. Dezember 2008 –244 Millionen € betragen. Der Effekt aus den als Cashflow Hedge designierten Positionen hätte das Eigenkapital vor Ertragsteuern um 15 Millionen € verringert. Das Währungs-Exposure zum 31. Dezember 2009 lag bei 902 Millionen € und zum 31. Dezember 2008 bei 2.242 Millionen €.

Auf Grund des Einsatzes von Optionen zur Absicherung gegenüber Währungsrisiken ist die Sensitivität keine lineare Funktion der unterstellten Veränderung der Wechselkurse.

Zinsänderungsrisiken: Zinsänderungsrisiken bestehen auf Grund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zur Absicherung werden Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungsderivate abgeschlossen. Zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen, nicht aber im operativen Bereich von wesentlicher Bedeutung.

Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte zum 31. Dezember 2009 ein um 40 Millionen € niedrigeres Ergebnis und zum 31. Dezember 2008 ein um 43 Millionen € niedrigeres Ergebnis zur Folge gehabt. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

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Buchwerte der originären verzinslichen Finanzinstrumente (Millionen €)

 

 

2009

 

2008

 

Fest
verzinslich

Variabel verzinslich

 

Fest
verzinslich

Variabel
verzinslich

Ausleihungen

85

180

 

98

303

Wertpapiere

6

24

 

6

26

Finanzschulden

12.976

1.843

 

11.940

2.574

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Nominal- und Marktwerte der Zins- und kombinierten Zins-/Währungsswaps (Millionen €)

 

2009

 

2008

 

Nominalwert

Marktwert

 

Nominalwert

Marktwert

Zinsswaps

426

33

 

150

–3

davon Festzinszahler-Swaps

426

33

 

150

–3

Kombinierte Zins-/Währungsswaps

948

–1

 

384

31

davon feste Verzinsung

934

–1

 

326

27

variable Verzinsung

14

.

 

58

4

Aktienkursrisiken: Zum Zweck der Anlage liquider Mittel sowie in begrenztem Maß mit strategischer Beteiligungsabsicht hält BASF Aktien börsennotierter Unternehmen sowie Anteile an Aktienfonds. Diese sind in den Posten Beteiligungen, Langfristige Wertpapiere und Kurzfristige Wertpapiere enthalten und werden in der BASF als zur Veräußerung verfügbar eingestuft. Ein Rückgang aller relevanten Aktienkurse um 10 % hätte vor Berücksichtigung von Ertragsteuern am 31. Dezember 2009 ein um 86 Millionen € und am 31. Dezember 2008 ein um 84 Millionen € niedrigeres Eigenkapital zur Folge gehabt.

Warenpreisrisiken: Einige Unternehmensbereiche der BASF sind mitunter starken Schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt. Diese resultieren vor allem aus folgenden Rohstoffen: Naphtha, Propylen, Benzol, Titandioxid, Cyclohexan, Methanol, Erdgas, Butadien, LPG-Kondensat, Ammoniak sowie Edelmetalle. BASF trifft die folgenden Maßnahmen, um Preisrisiken aus dem Rohstoffeinkauf zu reduzieren:

  • BASF verwendet Warenderivate zur Absicherung gegen Risiken aus der Volatilität von Rohstoffpreisen. Dabei handelt es sich insbesondere um Optionen und Swaps auf Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas.
  • Das Segment Oil & Gas verwendet im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading Warenderivate, insbesondere Swaps auf Ölprodukte, um Margen zu sichern. Margenrisiken entstehen in den volatilen Märkten, wenn Einkaufs- und Verkaufsverträge unterschiedlich verpreist werden.
  • Der Unternehmensbereich Catalysts schließt sowohl kurzfristige als auch langfristige Abnahmeverträge mit Herstellern von Edelmetallen ab und kauft darüber hinaus an den Kassamärkten Edelmetalle von einer Vielzahl von Geschäftspartnern zu. Das Preisrisiko aus Edelmetallen, die für den Weiterverkauf an Dritte oder für die Verwendung in der Produktion von Katalysatoren erworben werden, wird mit derivativen Instrumenten gesichert. Dabei kommen vor allem Terminkontrakte zum Einsatz, die durch Abschluss gegenläufiger Kontrakte oder durch Lieferung des Edelmetalls erfüllt werden. Darüber hinaus hält Catalysts zu Eigenhandelszwecken in begrenztem Umfang ungesicherte Edelmetallpositionen, die auch derivative Instrumente umfassen können. Der Wert dieser Positionen ist der Volatilität der Marktpreise ausgesetzt und unterliegt einer ständigen Kontrolle.
  • Im Unternehmensbereich Crop Protection ist der Verkaufspreis von Produkten teilweise an den Preis bestimmter Agrarprodukte gekoppelt. Um die daraus entstehenden Risiken abzusichern, werden Derivate auf Agrarprodukte abgeschlossen.

Auf Grund des Haltens von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen ist BASF Preisrisiken ausgesetzt. Diese Risiken bestehen darin, dass die Bewertung von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen zum Marktwert bei einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise zu Belastungen von Ergebnis und Eigenkapital der BASF führen kann.

BASF führt Value-at-Risk-Analysen für alle Warenderivate und Edelmetallhandelspositionen durch. Mit Value at Risk wird fortlaufend das Marktrisiko quantifiziert und der maximal mögliche Verlust innerhalb des gegebenen Konfidenzintervalls über einen bestimmten Zeitraum prognostiziert. Der Value-at-Risk-Rechnung liegt ein Konfidenzintervall von 95 % und eine Haltedauer von einem Tag zu Grunde. Die Anwendung des Konfidenzintervalls von 95 % bedeutet, dass der maximale Verlust in einem Zeitraum von einem Tag mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % den Value at Risk nicht übersteigt. Für Edelmetalle basiert der Value at Risk auf einem Konfidenzintervall von 99 %. BASF wendet den Varianz-Kovarianz-Ansatz an.

BASF nutzt Value at Risk im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen im Rahmen des Risikomanagementsystems. Neben Value at Risk werden volumenbasierte Grenzen, Exposure- und Stop-Loss-Limits eingesetzt.

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Risikoposition aus Warenderivaten (Millionen €)

 

 

 

2009

 

2008

 

Exposure

Value at
Risk

 

Exposure

Value at
Risk

Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas

65

8

 

230

49

Edelmetalle

31

2

 

20

1

Swaps auf CO2-Emissionszertifikate

4

1

 

10

1

Agrarprodukte

129

.

 

 

229

11

 

260

51

Das Exposure entspricht dem Nettobetrag aller Kauf- und Verkaufspositionen der jeweiligen Warenkategorie.
Weitere Informationen zu finanzwirtschaftlichen Risiken und zum Risikomanagement der BASF sind im Lagebericht, Kapitel Risikobericht, zu finden.

Im Rahmen des CO2-Emissionshandels werden Swaps abgeschlossen, bei denen verschiedene Arten von CO2-Zertifikaten getauscht werden. Ziel dieser Transaktionen ist es, im Markt vorhandene Preisdifferenzen zu nutzen. Die Erfüllung der Geschäfte erfolgt durch physische Lieferung.

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