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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

24 – Aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm und BASF-Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm

Im Jahr 2009 wurde das seit 1999 aufgelegte BASF-Optionsprogramm (BOP) für Führungskräfte der BASF-Gruppe fortgeführt. Derzeit sind zirka 1.100 Führungskräfte einschließlich des Vorstands zur Teilnahme an dem BASF-Optionsprogramm berechtigt. Bei Ausübung werden die Optionsrechte durch Barvergütung erfüllt.

Voraussetzung zur Teilnahme am BASF-Optionsprogramm ist, dass der Teilnehmer BASF-Aktien in Höhe von 10 bis 30 % seiner variablen Gehaltsbezüge hält. Für die Anzahl der zu haltenden Aktien ist neben dem festgelegten Betrag aus der variablen Vergütung der mit dem Volumen gewichtete Durchschnittskurs am ersten Handelstag nach der Hauptversammlung maßgeblich, der am 4. Mai 2009 28,28 € betrug.

Für jede BASF-Aktie des Eigeninvestments erhält ein Teilnehmer vier Optionsrechte. Jedes Optionsrecht besteht aus den Teilrechten A und B, deren Werthaltigkeit sich an unterschiedlichen Erfolgszielen (Hürden) orientiert: Teilrecht A ist werthaltig, wenn der Kurs der BASF-Aktie gegenüber dem Basiskurs bei Gewährung der Optionsrechte um mehr als 30 % gestiegen ist (absolute Hürde). Der Wert des Teilrechts A ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Börsenkurs am jeweiligen Ausübungstag und dem Basiskurs; er ist auf 100 % des Basiskurses begrenzt. Teilrecht B wird werthaltig, wenn die kumulierte Wertsteigerung der BASF-Aktie den Anstieg des MSCI World Chemicals IndexSM (MSCI Chemicals) übersteigt (relative Hürde). Der Wert des Teilrechts B ergibt sich aus der doppelten prozentualen Outperformance der BASF-Aktie bei Ausübung, bezogen auf den Basiskurs; er ist begrenzt auf den um den rechnerischen Nennbetrag der BASF-Aktie verminderten Börsenschlusskurs bei Ausübung. Die Aktien des Eigeninvestments müssen für mindestens zwei Jahre ab dem Zeitpunkt der Gewährung der Optionen gehalten werden (Wartefrist). Die Optionen wurden zum 1. Juli 2009 gewährt und können nach Ablauf einer zweijährigen Wartefrist zwischen dem 1. Juli 2011 und dem 30. Juni 2017 ausgeübt werden. Für die Mitglieder des Vorstands der BASF SE endet die Wartefrist nach vier Jahren. Dementsprechend beginnt die Ausübungsphase für die Vorstandsmitglieder der BASF SE am 1. Juli 2013 und endet am 30. Juni 2017. Auch während der Ausübungsphase dürfen innerhalb bestimmter Sperrfristen (Closed Periods) die Optionen nicht ausgeübt werden. Jedes Optionsrecht kann nur insgesamt ausgeübt werden. Hierzu muss eine der Ausübungshürden überschritten worden sein. Ist die andere Ausübungshürde nicht übertroffen, verfällt das damit verbundene Teilrecht. Der maximal mögliche Ausübungsgewinn für einen Teilnehmer ist auf das Zehnfache des Eigeninvestments begrenzt. Die gewährten Optionen sind nicht übertragbar und verfallen, wenn der Teilnehmer vor Ablauf der zweijährigen Haltefrist Aktien aus seinem Eigeninvestment verkauft oder aus der BASF-Gruppe ausscheidet. Sie bleiben bei Eintritt in den Ruhestand erhalten.

Die Optionsprogramme BOP 2002 bis 2008 entsprechen in ihrer Grundstruktur dem Optionsprogramm 2009.

Als Vergleichsindex für die Ermittlung der Werthaltigkeit von Teilrecht B wird für die Optionsprogramme 2002 bis 2004 der Dow Jones Chemicals Total Return Index (DJ Chemicals) herangezogen. Er wurde ab dem Optionsprogramm 2005 durch den MSCI Chemicals ersetzt. Der MSCI Chemicals ist ein weltweiter Branchenindex für die Chemieindustrie. Er misst die Performance der im Index enthaltenen Unternehmen in ihrer jeweiligen Landeswährung, wodurch Währungseinflüsse deutlich reduziert werden.

Die Modelle zur Bewertung der Optionspläne basieren auf der arbitragefreien Bewertung nach Black/Scholes.

Auf Grund der Komplexität der Optionsprogramme wurde eine numerische Lösungsmethode (Monte-Carlo-Simulation) angewandt.

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Marktwert der Optionen und Bewertungsparameter zum 31. Dezember 2009 1

 

 

 

BASF-Optionsprogramm
des Jahres

 

 

2009

2008

1

Es wurde ein vom Gewinnpotenzial der Optionen abhängiges Ausübungsverhalten unterstellt.

Marktwert

23,32

21,44

Dividendenrendite

%

4,49

4,49

Risikoloser Zinssatz

%

3,17

2,93

Volatilität BASF-Aktie

%

27,25

26,10

Volatilität MSCI Chemicals

%

19,51

18,64

Korrelation BASF-Kurs – MSCI Chemicals

%

85,35

84,32

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 betreffen die genannten Marktwerte und Bewertungsparameter die Optionsprogramme der Jahre 2009 und 2008. Für Optionsprogramme aus Vorjahren wurden entsprechende Marktwerte ermittelt und Bewertungsparameter verwendet.

Die Anzahl der gewährten Optionen betrug 3.669.668 im Jahr 2009 und 2.859.472 im Jahr 2008.

Die Volatilitäten wurden ermittelt auf Basis der monatlichen Schlusskurse über einen historischen Zeitraum entsprechend der Restlaufzeit der Optionen.

Da durch Beschluss des Vorstands im Jahr 2002 die Optionsrechte bei Ausübung durch Barvergütung zu erfüllen sind, werden alle noch bestehenden Optionsrechte aus den Programmen BOP 2002 bis 2009 zum 31. Dezember 2009 mit ihrem Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Dieser Betrag wird, verteilt über die jeweilige Wartefrist der Optionen, ratierlich zurückgestellt. Die hierfür gebildete Rückstellung erhöhte sich auf Grund der gestiegenen Marktwerte der Optionen von 80 Millionen € zum 31. Dezember 2008 auf 256 Millionen € zum 31. Dezember 2009. Hieraus entstand im Jahr 2009 ein Personalaufwand in Höhe von 212 Millionen €. Im Jahr 2008 hatten die gesunkenen Marktwerte der Optionen zu einem Ertrag in Höhe von 112 Millionen € geführt. Der Verbrauch der Rückstellung betrug im Jahr 2009 36 Millionen € und im Jahr 2008 47 Millionen €.

Der gesamte innere Wert der ausübbaren Optionen betrug 165 Millionen € zum 31. Dezember 2009 und 47 Millionen € zum 31. Dezember 2008.

BASF-Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Teilnahmeberechtigt am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm „Plus“ sind alle Mitarbeiter mit Ausnahme der zur Teilnahme an dem BASF-Optionsprogramm berechtigten Führungskräfte. Das Programm wurde 1999 eingeführt und wird derzeit außer in Deutschland in weiteren europäischen Ländern sowie in Mexiko angeboten. Mitarbeiter, die an „Plus“ teilnehmen, erwerben als Eigeninvestment aus ihrer variablen Vergütung BASF-Aktien. Je zehn BASF-Aktien berechtigen nach ein, drei, fünf, sieben und zehn Jahren zum kostenlosen Bezug einer BASF-Aktie. Das erste und zweite Zehnerpaket berechtigt grundsätzlich in jedem der folgenden zehn Jahre zum kostenlosen Bezug einer BASF-Aktie.

Die Rechte verfallen, wenn der Teilnehmer sein Eigeninvestment in BASF-Aktien verkauft oder seine Tätigkeit für eine Gruppengesellschaft beendet beziehungsweise ein Jahr nach dessen Pensionierung. Die Anzahl der zu gewährenden Gratisaktien hat sich wie folgt entwickelt:

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Zu gewährende Gratisaktien (Stück)

 

 

2009

2008

Stand zum 01.01.

3.054.104

2.899.824

Neu erworbene Ansprüche

790.820

681.770

Ausgegebene Gratisaktien

–460.151

–429.284

Verfallene Ansprüche

–88.412

–98.206

Stand zum 31.12.

3.296.361

3.054.104

An dem Tag, an dem die Mitarbeiter mit ihrem Eigeninvestment das Bezugsrecht erwerben, werden die auszugebenden unentgeltlichen Aktien zu ihrem Marktwert bewertet. Der Marktwert wird ermittelt auf Basis des Kurses der BASF-Aktie unter Berücksichtigung des Barwerts der während der Laufzeit des Programms nicht gezahlten Dividenden. Die gewichteten Marktwerte am Gewährungstag betrugen 18,11 € für das Programm 2009 und 34,71 € für das Programm 2008.

Der Marktwert der zu gewährenden Gratisaktien wird, über die Laufzeit des Programms verteilt, aufwandswirksam erfasst und in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Kosten für die Programme 2000 bis 2002 werden weiterhin ratierlich auf Basis des Schlusskurses der BASF-Aktie zurückgestellt.

Der Personalaufwand für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm betrug im Jahr 2009 20 Millionen € und im Jahr 2008 9 Millionen €.

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