Unser gruppenweites Compliance-Programm hat das Ziel, Rechtsverstößen wie Korruptionsvorfällen vorzubeugen und den Grundwert Integrität im Unternehmen noch stärker zu verankern. Gleichzeitig hilft es uns, unseren Verhaltenskodex im Unternehmensalltag umzusetzen. So minimieren wir mögliche Compliance-Risiken für die BASF.
Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat BASF 2002 einen Chief Compliance Officer (CCO) benannt. Er steuert die gruppenweite Umsetzung und die Weiterentwicklung unseres Compliance-Programms. Ein weltweites Netzwerk von rund 100 Compliance-Beauftragten unterstützt ihn dabei. Grundlage ist ein System aus Schulungen, Beratungsstellen und Monitoringinstrumenten. Die regelmäßige Berichterstattung des CCO an den Vorstand enthält insbesondere Ergebnisse von Compliance-Prüfungen und Erkenntnisse aus unserer Compliance-Hotline, die über den Einzelfall hinaus relevant sind. Über wichtige Sachverhalte informiert der Vorstand den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Voraussetzung für die Umsetzung unserer Richtlinien im Arbeitsalltag ist, dass jeder Mitarbeiter diese kennt, sie verinnerlicht und sich darauf verpflichtet. Daher erhalten alle unsere Mitarbeiter im Jahr ihres Eintritts bei BASF eine verpflichtende Grundschulung zu Compliance. Anschließende Auffrischungsschulungen führen wir unter anderem mit interaktiven Lernprogrammen durch. Darüber hinaus gehören zu unserem Compliance-Programm Schulungen zu speziellen Themen wie Embargobestimmungen und Kartellrecht, die auf die Verantwortungsgebiete der Mitarbeiter abgestimmt sind. Im Jahr 2009 haben über 25.000 Mitarbeiter an Compliance-Schulungen teilgenommen.
In Nicht-OECD-Ländern prüfen wir bei der Auswahl von Lieferanten mit einem Fragebogen, ob sie einen Verhaltenskodex etabliert haben.
Sollte es trotz aller vorbeugenden Maßnahmen zu Verstößen kommen, wollen wir diese möglichst schnell verfolgen und beheben. Über unsere externen gruppenweiten Hotlines können Mitarbeiter nicht nur Fragen zum persönlichen Verhalten stellen, sondern auch auf fragwürdige Vorfälle im Unternehmen hinweisen, wenn gewünscht anonym. Die Nutzung der Hotline hat erstmals seit ihrer Einrichtung leicht abgenommen. 2009 gingen 267 Anrufe und E-Mails mit Fragen oder Hinweisen ein. Das Themenspektrum reichte von betrieblichen Belangen bis zu strafrechtlich relevanten Verhaltensweisen.
Unsere Konzernrevision unterstützt das Compliance-Programm mit Prüfungen und untersucht unter anderem regelmäßig, ob der Umgang mit Geschäftspartnern und Vertretern staatlicher Stellen unseren Grundsätzen entspricht. Im Jahr 2009 haben wir gruppenweit 109 (2008: 60) solcher Audits durchgeführt. Bei diesen Prüfungen erkannte oder bei unserer Hotline gemeldete Fälle von Fehlverhalten untersuchen wir ausnahmslos. Bei Bedarf ziehen wir Konsequenzen, die von Abmahnungen bis hin zu Entlassungen reichen. Je nach Sachlage fordern wir auch Schadenersatz und schalten die Behörden ein.
Mit externen Partnern setzen wir uns auch außerhalb unseres Unternehmens in Initiativen dafür ein, Korruption zu verhindern. Als Mitglied des UN Global Compact (GC) beteiligen wir uns aktiv an der Umsetzung des GC-Prinzips zur Korruptionsbekämpfung. Seit dem Jahr 2003 sind wir Mitglied bei Transparency International Deutschland e.V., deren Arbeit im Bereich der Korruptionsbekämpfung wir intensiv unterstützen. Seit 2008 nehmen wir an der „Partnering Against Corruption Initiative“ (PACI) des World Economic Forum Davos teil. ![]()
Mehr zu Compliance, unseren Grundwerten, Leitlinien und unserem Verhaltenskodex unter Strategie und Werte.

