Die Darstellung der Vergütung des Vorstands enthält die nach deutschem Handelsrecht, erweitert durch das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG), erforderlichen Angaben und richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Systematik und die Höhe der Vergütung des Vorstands werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie an der Leistung des Vorstands. Weltweit tätige Unternehmen aus Deutschland und Europa dienen als Referenz. Eine Überprüfung von Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt in regelmäßigen Abständen. Im zweiten Halbjahr 2009 wurde das System der Vorstandsvergütung dem im August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepasst und die Vorstandsverträge, unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten, einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 auf dieses System umgestellt. Das neue System wird gemäß § 120 Abs. 4 AktG am 29. April 2010 der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt.
Die folgenden Darstellungen beziehen sich auf die bis 31. Dezember 2009 geltende Vergütungssystematik und die danach auf das Jahr 2009 entfallende Vergütung der Mitglieder des Vorstands.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich zusammen aus
1. einem festen Jahresgehalt,
2. einer jährlichen variablen Vergütung,
3. einer aktienkursbasierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (im Folgenden: Optionen) als Langfrist-Komponente,
4. Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen in unterschiedlichem Umfang sowie
5. einer betrieblichen Altersversorgung.
Die Höhe der jährlichen variablen Vergütung, die gewährten Optionen und die Höhe der Altersversorgung werden maßgeblich vom Unternehmenserfolg bestimmt. Im Rahmen der Gesamtvergütung kommt dem Unternehmenserfolg deshalb ein besonderes Gewicht zu.
Die Vergütungskomponenten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:
1. Die jährliche feste Vergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.
2. Die Gesamtkapitalrendite bildet die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung aller Mitarbeitergruppen und bestimmt – letztmals 2009 als alleinige Grundlage – auch die jährliche variable Vergütung des Vorstands (Jahrestantieme). Die Jahrestantieme wird jeweils im Anschluss an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt. Die Mitglieder des Vorstands können wie andere Mitarbeitergruppen auch zu Gunsten von Versorgungsanwartschaften auf Teile ihrer variablen Vergütung in Höhe von bis zu 30.000 € jährlich verzichten (Gehaltsumwandlung). Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang Gebrauch gemacht.
3. Der Vorstand hat die Möglichkeit, am BASF-Optionsprogramm (BOP) für Obere Führungskräfte teilzunehmen. Im Rahmen des BOP kann der Teilnehmer seine Optionsrechte frühestens zwei Jahre nach ihrer Gewährung ausüben (Wartefrist). Für die Mitglieder des Vorstands gilt eine verlängerte Wartefrist von vier Jahren. Zu den weiteren Einzelheiten des BASF-Optionsprogramms siehe Kapitel Optionsprogramm.
4. Zu den Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen zählen Delegationszulagen, Prämien für Unfallversicherung und Ähnliches sowie geldwerte Vorteile durch die Zurverfügungstellung von Kommunikationsmitteln, Verkehrsmitteln und Sicherheitsmaßnahmen. Kredite und Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.
5. Die Einzelheiten der betrieblichen Altersversorgung sind im Abschnitt Versorgungszusagen dargestellt.
Auf Basis dieser Grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands:
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Tausend € |
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Erfolgsunabhängige Vergütung |
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Erfolgsbezogene Vergütung |
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Gewährte Optionen |
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Jahr |
Festver- |
Sachbezüge und sonstige Zusatz- |
|
Jahres |
|
Bar- |
Anzahl |
Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung |
Gesamtvergütung (Barvergütung plus gewährte Optionsrechte) | ||||||||
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Dr. Jürgen Hambrecht |
2009 |
1.100 |
105 |
|
1.525 |
|
2.730 |
94.200 |
647 |
3.377 | ||||||||
|
2008 |
1.100 |
112 |
|
2.220 |
|
3.432 |
74.328 |
967 |
4.399 | |||||||||
|
Dr. h.c. Eggert Voscherau |
2009 |
– |
– |
|
– |
|
– |
– |
– |
– | ||||||||
|
2008 |
244 |
33 |
|
492 |
|
769 |
– |
– |
769 | |||||||||
|
Dr. Kurt Bock |
2009 |
705 3 |
1.075 4 |
|
763 |
|
2.543 |
47.100 |
324 |
2.867 | ||||||||
|
2008 |
555 3 |
855 4 |
|
1.110 |
|
2.520 |
37.160 |
483 |
3.003 | |||||||||
|
Dr. Martin Brudermüller |
2009 |
583 3 |
982 4 |
|
763 |
|
2.328 |
47.100 |
324 |
2.652 | ||||||||
|
2008 |
550 |
941 4 |
|
1.110 |
|
2.601 |
37.160 |
483 |
3.084 | |||||||||
|
Dr. Hans-Ulrich Engel |
2009 |
550 |
137 |
|
763 |
|
1.450 |
41.840 |
287 |
1.737 | ||||||||
|
2008 |
457 |
325 2 |
|
925 |
|
1.707 |
11.944 |
155 |
1.862 | |||||||||
|
Dr. John Feldmann |
2009 |
550 |
66 |
|
763 |
|
1.379 |
47.100 |
324 |
1.703 | ||||||||
|
2008 |
550 |
71 |
|
1.110 |
|
1.731 |
37.160 |
483 |
2.214 | |||||||||
|
Dr. Andreas Kreimeyer |
2009 |
550 |
98 |
|
763 |
|
1.411 |
40.000 |
275 |
1.686 | ||||||||
|
2008 |
550 |
98 |
|
1.110 |
|
1.758 |
37.160 |
483 |
2.241 | |||||||||
|
Dr. Stefan Marcinowski |
2009 |
550 |
102 |
|
763 |
|
1.415 |
47.100 |
324 |
1.739 | ||||||||
|
2008 |
550 |
83 |
|
1.110 |
|
1.743 |
37.160 |
483 |
2.226 | |||||||||
|
Peter Oakley |
2009 |
– |
– |
|
– |
|
– |
– |
– |
– | ||||||||
|
2008 |
113 |
22 |
|
231 |
|
366 |
– |
– |
366 | |||||||||
|
Dr. Harald Schwager |
2009 |
550 |
198 2 |
|
763 |
|
1.511 |
47.100 |
324 |
1.835 | ||||||||
|
2008 |
550 |
337 2 |
|
1.110 |
|
1.997 |
14.728 |
192 |
2.189 | |||||||||
|
|
Summe 2009: |
5.138 |
2.763 |
|
6.866 |
|
14.767 |
411.540 |
2.829 |
17.596 | ||||||||
|
|
Summe 2008: |
5.219 |
2.877 |
|
10.528 |
|
18.624 |
286.800 |
3.729 |
22.353 | ||||||||
Während im Jahr 2008 auf die zugeteilten Optionsrechte für BASF ein Ertrag entfiel, führten sie im Jahr 2009 zu einem Aufwand (Personalaufwand). Dieser Personalaufwand bezieht sich auf die Summe aller Optionsrechte aus den Programmen BOP 2002 bis BOP 2009. Er ergibt sich aus einer stichtagsbezogenen Bewertung dieser Optionsrechte zum 31. Dezember 2009 und der Veränderung dieses Wertes gegenüber dem 31. Dezember 2008 unter Berücksichtigung der im Jahr 2009 ausgeübten und neu gewährten Optionsrechte. Maßgeblich für die Bewertung der Optionsrechte sind dabei die Kursentwicklung der BASF-Aktie und ihre Outperformance gegenüber den in den Programmen BOP 2002 bis BOP 2009 festgelegten Vergleichsindizes. Da der Wert der zum 31. Dezember 2009 vorhandenen Optionsrechte höher war als der Wert der zum 31. Dezember 2008 vorhandenen Optionsrechte, entfällt auf das Jahr 2009 ein Personalaufwand. Hauptursache hierfür ist die positive Entwicklung der BASF-Aktie.
Der auf das Jahr 2009 entfallende Personalaufwand der zugeteilten Optionsrechte beträgt
für Dr. Jürgen Hambrecht 3.666 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 1.055 Tausend €),
für Dr. Kurt Bock 2.480 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 1.045 Tausend €),
für Dr. Martin Brudermüller 1.883 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 790 Tausend €),
für Dr. Hans-Ulrich Engel 1.918 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 1.458 Tausend €),
für Dr. John Feldmann 1.833 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 621 Tausend €),
für Dr. Andreas Kreimeyer 1.768 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 416 Tausend €),
für Dr. Stefan Marcinowski 1.833 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 446 Tausend €) und
für Dr. Harald Schwager 901 Tausend € (2008: Ertrag in Höhe von 151 Tausend €).
Der dargestellte Personalaufwand beziehungsweise der Ertrag im Jahr 2008 ist als rechnerische Größe jeweils nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Optionsrechte gleichzusetzen. Über Zeitpunkt und Umfang der Ausübungen der Optionsrechte aus den einzelnen Jahren entscheiden die Mitglieder des Vorstands unter Beachtung der allgemeinen Bedingungen und Obergrenzen des BASF-Optionsprogramms (BOP) für Obere Führungskräfte.
Die Mitglieder des Vorstands werden unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts in die Deckung einer von der Gesellschaft abgeschlossenen Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen.
Mehr zum BASF-Optionsprogramm (BOP)

