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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Chancen und Risiken

Chancen

Dass unsere Strategie stimmt, haben wir im Krisenjahr 2009 unter Beweis gestellt: Unser schnelles und entschlossenes Handeln hat dafür gesorgt, dass wir selbst in schwierigstem Umfeld unsere Mindestzielgröße einer EBITDA-Marge von 14 % erreichen und unsere Kapitalkosten ohne die Sonderbelastungen aus der Ciba-Integration verdient hätten.

Im Jahr 2010 können sich für uns Chancen aus einer beschleunigten Erholung sowie dem Aufbau von Vorräten in unseren Kundenindustrien ergeben. Mittel- und langfristig erwachsen außerdem Chancen aus unserer starken Position in der Forschung und in den wichtigsten Wachstumsbranchen und -regionen.

Asien, insbesondere China, ist der Motor für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft. Bis 2020 wird die chemische Industrie im asiatischen Markt jährlich um 4 bis 5 % wachsen. Durch unsere starke Präsenz in der Region werden wir an dieser positiven Entwicklung teilhaben. Unser Ziel, das jährliche Wachstum des Chemiemarkts um durchschnittlich zwei Prozentpunkte zu übertreffen, wollen wir weltweit und insbesondere im asiatischen Markt erreichen. Wir streben an, den Umsatz in der Region bis 2020 zu verdoppeln.

Durch den Erwerb der Ciba Holding AG im April 2009 haben wir unsere Position in einigen Spezialitätenmärkten,insbesondere bei Kunststoffadditiven, deutlich gestärkt – in mehreren Arbeitsgebieten sind wir nun Marktführer. Wir erwarten durch die Integration und Restrukturierung von Ciba ab Ende 2012 Synergien von über 450 Millionen € jährlich. Bis zum Jahresende 2010 sollen bereits wiederkehrende Einsparungen von 350 Millionen € erreicht werden.

Auf dem zunehmend liberalisierten europäischen Gasmarkt wird der Import russischen Erdgases langfristig eine immer bedeutendere Rolle spielen. Unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit Gazprom, dem größten Erdgasproduzenten der Welt, sichert uns eine gute Position. In einem Konsortium mit Gazprom ist unser Tochterunternehmen Wintershall an dem geplanten Bau der Nord-Stream-Pipeline von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste beteiligt. Der Bau der Pipeline soll im ersten Halbjahr 2010 beginnen. Das Nord-Stream-Projekt wird durch den zusätzlichen Transport von Erdgas nach Europa die Versorgungssicherheit nachhaltig verbessern.

Megatrends wie den steigenden Energiebedarf, die zunehmende Globalisierung und Verstädterung, den Klimaschutz sowie die wachsende Weltbevölkerung nutzen wir mit einer Vielzahl innovativer Produkte und Systemlösungen. Unsere Konzernforschung ist ein strategisches Instrument, um Wachstumsfelder zu erschließen und unsere technische und methodische Kompetenz langfristig zu sichern. In unseren Wachstumsclustern stehen deshalb die Märkte und Technologien der Zukunft im Mittelpunkt. Im Jahr 2010 wollen wir allein mit Produktinnovationen – also mit neuen und verbesserten Produkten und Anwendungen, die maximal fünf Jahre auf dem Markt sind – einen Umsatz von insgesamt bis zu 6 Milliarden € erzielen, im Jahr 2015 zwischen 6 und 8 Milliarden €.

Im Rahmen des im Jahr 2008 gestarteten Programms NEXT erhöhen wir unsere operative Exzellenz durch zahlreiche Einzelprojekte weiter. Bis 2012 wollen wir hierdurch Ergebnisverbesserungen von jährlich mehr als 1 Milliarde € erzielen, einen wesentlichen Teil davon bereits in den Jahren 2010 und 2011.

Risiken

Risiken ergeben sich aus

  • der anhaltenden Finanz- und Schuldenkrise,
  • dem Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme,
  • volatilen Rohstoffmärkten,
  • Überkapazitäten in den Industrien,
  • teilweise zunehmender Arbeitslosigkeit,
  • wachsenden geopolitischen Spannungen sowie
  • aus Protektionismus.
Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach unserer Einschätzung gegenwärtig und in absehbarer Zukunft jedoch keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der BASF-Gruppe gefährden. Auch die Gesamtsumme der einzelnen Risiken gefährdet den Fortbestand der BASF-Gruppe nicht.
Mehr im Risikobericht
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