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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Aussichten der chemischen Industrie

  • Erholung der weltweiten Chemieproduktion; deutliches Wachstumsplus (+5,3 %)
  • Europa: Solides Wachstum (+2,8 %) und Abbau von Überkapazitäten; nachfragebedingt langsamere Erholung in Europäischer Union als beispielsweise in den USA
  • USA: Wachstumsrate (+4,8 %) durch Erholung der Binnennachfrage überdurchschnittlich hoch
  • Asien (ohne Japan): Kräftiges Wachstum (+9,3 %), gestützt durch chinesische Chemieindustrie und anziehende Exportnachfrage
  • Japan: Im Vorjahresvergleich kräftiges Wachstum (+5,7 %) durch sich erholende Binnenkonjunktur und Exportnachfrage
  • Südamerika: Deutliches Wachstum (+4,7 %), unter anderem durch Belebung in den lokalen Abnehmerbranchen

Die weltweite Chemieproduktion (ohne Pharma) wird sich nach dem starken Rückgang in den Jahren 2008 und 2009 wieder erholen. Wir rechnen für 2010 mit einem überdurchschnittlichen Wachstumsplus (+5,3 %). Bis 2012 gehen wir von einem soliden durchschnittlichen Wachstum aus (+4,6 %). Auf globaler Ebene erwarten wir derzeit, dass die Chemieproduktion nach zwei Wachstumsjahren das Produktionsniveau der Vorkrisenzeit wieder erreichen wird. In den Industrieländern wirken die massiven Produktionsrückgänge als Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich länger nach.

Für Europa prognostizieren wir im Jahr 2010 ein solides Wachstum (+2,8 %) der Chemieindustrie, das dennoch mit einem Abbau von Überkapazitäten einhergeht. In der Europäischen Union werden sich wichtige Hauptabnehmerindustrien langsamer erholen als beispielsweise in den USA, was sich mittelfristig auch auf die Nachfrage nach Chemieprodukten auswirken wird. Eine Stabilisierung der Chemieproduktion bei moderatem Wachstum wird infolge der zunehmenden Verbesserung der konjunkturellen Lage und der anziehenden Exportnachfrage ab 2011 einsetzen (+2,1 %). Wir erwarten, dass Europa am längsten benötigen wird, um das Niveau der Vorkrisenzeit wieder zu erreichen.

Ausblick zur Chemieproduktion 2010 (ohne Pharma)
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)

Ausblick zur Chemieproduktion 2010 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)

In den USA wird die Wachstumsrate bei der Chemieproduktion vor dem Hintergrund der Erholung der Binnennachfrage im Jahr 2010 überdurchschnittlich hoch sein (+4,8 %). Für 2011 erwarten wir ein deutlich geringeres Wachstumsplus (+2,5 %). Die Abnehmerbranchen der Chemie werden sich in den USA mittelfristig dynamischer entwickeln als in anderen Industrieländern und in den Folgejahren Wachstumsimpulse für die Chemieindustrie geben.

Asien (ohne Japan) verzeichnete bereits 2009 eine Erholung der Chemieproduktion. Auch im Jahr 2010 erwarten wir ein starkes Wachstum in der Region (+9,3 %), zu dem die chinesische Chemieindustrie vorrangig beitragen wird (+12,2 %). Im Zuge einer anziehenden Exportnachfrage wird außerdem die Produktion in wichtigen Abnehmerbranchen innerhalb der Region wieder steigen, was die dortige Chemieindustrie beleben wird. Mittelfristig erwarten wir im Durchschnitt ein kräftiges Wachstum (+8,7 %).

In Japan sieht sich die Chemieindustrie in den kommenden Jahren weiteren strukturellen Veränderungen gegenüber. Nach dem Produktionseinbruch im Zuge der Wirtschaftskrise wird die Chemieindustrie im Jahr 2010 auf Grund der sich rasch erholenden Binnenkonjunktur und Exportnachfrage überdurchschnittlich wachsen (+5,7 %). Die Produktion wird sich ab 2011 wieder bei deutlich geringeren Wachstumsraten stabilisieren (+2,2 %).

Trends Chemieproduktion 2010–2012 (ohne Pharma)
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)

Trends Chemieproduktion 2010-2012 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)

Die Chemieproduktion in Südamerika wird im Jahr 2010 erneut deutlich wachsen (+4,7 %). Dabei profitiert die Chemieindustrie von der sich erholenden Weltwirtschaft und von einer Belebung in den wichtigsten lokalen Abnehmerbranchen. Mittelfristig rechnen wir mit einer Stabilisierung der Wachstumsraten und einem soliden durchschnittlichen Wachstum (+3,8 %).

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