2009 hat die BASF eine ehrgeizige Strategie für das nächste Jahrzehnt vorgestellt: Die Asien-Pazifik-Strategie 2020. Hauptziel ist, das jährliche Wachstum des Chemiemarkts in dieser Region um durchschnittlich zwei Prozentpunkte zu übertreffen. Bei einem erwarteten Marktwachstum von 4 bis 5 % pro Jahr will die BASF damit den Umsatz in der Region bis 2020 verdoppeln und eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen.
Der Umsatz in der Region Asien, Pazifischer Raum ging um 667 Millionen € auf 7.997 Millionen € zurück. In lokaler Währung sank er um 11 %. Im Segment Agricultural Solutions konnte der Umsatz gesteigert werden; auch bei Performance Products lag er auf Grund der Einbeziehung der Ciba-Geschäfte über dem Vorjahresniveau. In den Segmenten Chemicals, Plastics und Functional Solutions war der Umsatz dagegen rückläufig.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit lag mit 503 Millionen € um 249 Millionen € über dem Wert des Vorjahres. Dank unserer Maßnahmen zur Kostensenkung und einer starken Nachfrage im zweiten Halbjahr konnte das Ergebnis bei Chemicals und bei Functional Solutions verbessert werden. Bei Plastics wurde das sehr gute Vorjahresniveau dagegen nicht erreicht.
Unser aktives Kapazitätsmanagement haben wir 2009 fortgesetzt und in Japan unser Geschäft neu aufgestellt: Die Managementstruktur wurde optimiert, das Geschäft mit Betonzusatzmitteln konsolidiert und ein Coatings-Standort veräußert. Darüber hinaus haben wir einen Standort zur Herstellung von Katalysatoren in China und eine Styrolanlage in Korea verkauft. Parallel dazu wurden Kapazitäten in Wachstumsbereichen wie Construction Systems in China, Admixture Systems in Indien, dem Geschäft mit Motorradlacken in Thailand sowie mit technischen Kunststoffen in Malaysia und China ausgebaut.
Asien und der Pazifische Raum leisten weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Exzellenzprogramm NEXT. Durch Effizienzsteigerungen im Rahmen des Asien-Pazifik-Projekts zur Standortoptimierung sollen bis 2012 Kosteneinsparungen von mindestens 100 Millionen € jährlich erzielt werden.
Wir planen, zwischen 2009 und 2013 in Asien, Pazifischer Raum 2 Milliarden € zu investieren, um unser Ziel, 70 % des Umsatzes aus lokaler Produktion zu erwirtschaften, zu erreichen. Für unser Wachstum in der Region wird China weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Im September haben wir mit der Vergrößerung des Verbundstandorts in Nanjing begonnen, die den Ausbau des Steamcrackers, die Erweiterung von vier bestehenden Anlagen sowie den Bau von zehn neuen Anlagen umfasst. In Chongqing planen wir den Bau einer Anlage für MDI, ein Vorprodukt zur Herstellung von Polyurethanen. Die Anlage soll jährlich 400.000 Tonnen MDI produzieren.
Trotz der Wirtschaftskrise hat unser Engagement für Forschung und Entwicklung auch 2009 nicht nachgelassen: In wichtige Forschungsstandorte, wie unser Labor für Nanotechnologie in Singapur, haben wir unvermindert investiert. In China haben wir ein Labor für Polytetrahydrofuran (PolyTHF®) eröffnet. Auch in Indien haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verstärkt. Dort haben wir unter anderem ein Labor für Pharmaanwendungen in Betrieb genommen.

