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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Finanzwirtschaftliche Risiken

  • Volatilität von Wechselkursen
  • Zinsänderungsrisiken
  • Risiken aus Metall- und Rohstoffhandel
  • Liquiditätsrisiken
  • Ausfallrisiken
  • Wertminderungsrisiken
  • Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Das Management von Währungs- und Zinsrisiken erfolgt in der Abteilung Treasury, das Management von Warenpreisrisiken im Kompetenzzentrum Global Procurement & Logistics oder in dazu ermächtigten Gruppengesellschaften. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben, die unter anderem eine Funktionstrennung von Handel und Abwicklung vorsehen.

Volatilität von Wechselkursen

  • Risiko aus einer Verschiebung der Wechselkursparitäten gemindert durch lokale Produktion
  • Risiko aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ein- und Verkaufstransaktionen in fremder Währung; Absicherung mit Derivaten

Volatilität von Wechselkursen: Die Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten wird durch die Veränderung der Wechselkurse beeinflusst. Für die BASF-Gruppe entstehen Risiken auf der Abnehmerseite vor allem bei Kursbewegungen des

US-Dollar. Auf der Produktionsseite begegnen wir Wechselkursrisiken durch unsere lokalen Produktionsstandorte in den jeweiligen Währungsräumen.

Finanzwirtschaftliche Währungsrisiken resultieren aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft bei Forderungen, Verbindlichkeiten und sonstigen monetären Posten im Sinne von IAS 21. Des Weiteren berücksichtigen wir in unserem finanzwirtschaftlichen Währungsrisikomanagement geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen in fremder Währung. Diese Risiken werden bei Bedarf durch derivative Instrumente abgesichert. Wechselkursvolatilitäten gehören zu den drei größten Treibern für Chancen und Risiken in der BASF-Gruppe.

Zinsänderungsrisiken: Zinsänderungsrisiken bestehen auf Grund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzanlagen zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zur Absicherung werden in Einzelfällen Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungsderivate abgeschlossen.

Außerdem könnte eine Herabstufung unserer Kredit-Ratings durch die Ratingagenturen die Kosten der Refinanzierung erhöhen. Kurz- bis mittelfristig ist die BASF auf Grund einer ausgeglichenen Fristenstruktur der Finanzschulden weitgehend gegen mögliche Auswirkungen auf das Zinsergebnis geschützt.
Mehr zur Fristenstruktur unserer Finanzschulden im Anhang zum Konzernabschluss

Risiken aus Metall- und Rohstoffhandel: Die BASF setzt im Rahmen des Katalysatorengeschäfts Warenderivate für Edelmetalle ein und handelt für Dritte sowie im eigenen Namen mit Edelmetallen. Des Weiteren nutzen wir unsere Kenntnisse der Märkte für Erdöl und Ölprodukte, um im Handel mit Rohstoffen innerhalb festgelegter Limits und Exposure-Grenzen Erträge zu erwirtschaften. Diese Aktivitäten unterliegen einer ständigen Kontrolle.

Liquiditätsrisiken

  • Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt
  • Begebung mittel- bis langfristiger Anleihen im Jahr 2009 hat Refinanzierungsrisiko erheblich reduziert
  • Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln auf Grund unseres soliden Ratings, unseres Commercial-Paper-Programms und verbindlich zugesagter Kreditlinien

Liquiditätsrisiken: Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung. Die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung als Folge der weltweiten Finanzkrise erschwert eine verlässliche Prognose des Liquiditätsbedarfs. Diese Unsicherheiten sowie mögliche zusätzliche Liquiditätsanforderungen im Falle eines Aufschwungs berücksichtigen wir durch zusätzliche Risikoszenarien. Ereignisorientiert aktualisieren wir kurzfristig unsere Liquiditätsplanung, um bei Bedarf umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Wir haben durch die Begebung von mittel- bis langfristigen Anleihen die Risiken der Refinanzierung im Jahr 2009 erheblich reduziert. Auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise war das Emittieren von Anleihen mit höheren Kosten verbunden als in den Jahren zuvor. Auf Grund unserer soliden Ratings, des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien haben wir jedoch Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln. Das Commercial-Paper-Programm stellt für die BASF auch in der Finanzkrise eine verlässliche und kostengünstige Quelle für Liquidität dar, so dass wir Liquiditätsrisiken derzeit als gering bewerten.
Mehr zu finanzwirtschaftlichen Risiken im Anhang zum Konzernabschluss

Ausfallrisiken

  • Begrenzen von Länderisiken durch interne Länderratings
  • Einsatz von Ausfuhrkreditversicherungen und Investitionsgarantien
  • Kreditrisiken werden begrenzt durch Kreditlimits
  • Einsatz von Kreditversicherungen und Bankgarantien

Risiko von Forderungsausfällen: Länderrisiken begrenzen wir durch die Ermittlung interner Länderratings, die fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Als Hauptinstrumente zur Absicherung gegen spezifische Länderrisiken setzen wir Ausfuhrkreditversicherungen und Investitionsgarantien ein. Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem wir nur Transaktionen im Rahmen festgelegter Limits mit Geschäftspartnern und Banken guter Bonität tätigen. Auch der Zahlungsverkehr wird über solche Banken abgewickelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise überprüfen wir die Bonität unserer Partnerbanken fortlaufend. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand reduzieren wir, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden.

Auf Grund der weltweiten Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der BASF-Gruppe liegen keine größeren Konzentrationen von Kreditausfallrisiken vor. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt.

Wertminderungsrisiken: Das Risiko der Wertminderung eines Vermögenswerts entsteht, wenn der für einen Wertminderungstest anzunehmende Zinssatz steigt oder die prognostizierten Cashflows sinken. Durch die Wirtschaftskrise und die damit verbundenen Veränderungen in den Abnehmerbranchen Bau und Automobil sind in einzelnen Märkten gesunkene Margen und ein geringeres Mengenwachstum zu beobachten. Dies führt zu einem erhöhten Wertminderungsrisiko bei einzelnen Vermögensgegenständen wie Kundenbeziehungen, Technologien oder Marken sowie beim Goodwill.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen: Betriebliche Pen-sionszusagen finanzieren wir überwiegend extern durch gesonderte Pensionsvermögen. Dies betrifft neben den großen Pensionsplänen unserer Gruppengesellschaften in Nordamerika, Großbritannien und der Schweiz insbesondere auch die BASF Pensionskasse VVaG und die BASF Pensionstreuhand e.V. in Deutschland. Risiken einer Unterdeckung der Altersversorgungssysteme durch marktbedingte Wertschwankungen der Vermögensanlagen begegnen wir durch speziell auf die jeweilige Struktur der Pensionsverpflichtungen ausgerichtete ertrags- und risikooptimierte Anlagestrategien. Im Rahmen von Portfolioanalysen werden regelmäßig auch Stressszenarien simuliert. Die laufende Überprüfung der Anlagestrategien wurde im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise weiter intensiviert. Außerdem werden den Mitarbeitern zunehmend beitragsorientierte Pläne angeboten. 2009 haben wir unsere leistungsorientierten Pensionspläne in den USA in beitragsorientierte Pensionspläne umgewandelt.

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