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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Risikomanagementprozess

  • Identifikation von Chancen und Risiken
  • Beurteilung und Quantifizierung
  • Aggregation
  • Steuerung, Maßnahmen und Kontrolle
  • Überwachung und Weiterentwicklung des Prozesses

Organisation Risikomanagement der BASF-Gruppe

Der Risikomanagementprozess der BASF-Gruppe orientiert sich am internationalen Risikomanagementstandard COSO II Enterprise Risk Management – Integrated Framework und umfasst folgende Schritte:

  • Identifikation von Chancen und Risiken
    Die Identifikation von Chancen und Risiken erfolgt dezentral durch die Unternehmensbereiche anhand unterschiedlicher Instrumente, wie Experteninterviews oder Teamansätze. Hinzu kommen Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen sowie statistische Bewertungen.
    Als Basis dienen neben den internen und externen Risikoinformationsquellen makroökonomische Szenarien, die wichtige Faktoren, wie Industriewachstumsraten, bewerten sowie unser unternehmensweiter Risikokatalog, der als Checkliste dient und den Identifikationsprozess unterstützt.
  • Beurteilung und Quantifizierung
    Chancen und Risiken werden – soweit möglich – über eine Ergebnisauswirkung und eine Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert. Als Bezugsbasis dient der jeweilige Geschäftsplan. Zusätzlich quantifizieren wir die Abhängigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche von makroökonomischen Faktoren, wie zum Beispiel Wechselkursen und Rohstoffpreisen.
  • Aggregation
    Chancen und Risiken sowie die Abhängigkeit von makroökonomischen Faktoren werden auf Unternehmensbereichs- und Gruppenebene aggregiert, um die Bandbreite der möglichen Ergebnisauswirkungen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung zu ermitteln. Korrelationen zwischen den einzelnen Ereignissen und Faktoren sowie die internen Wechselwirkungen im Verbund werden dabei berücksichtigt.
  • Steuerung, Maßnahmen und Kontrolle
    Die Steuerung von Chancen und Risiken sowie das Ergreifen von Maßnahmen erfolgt auf Ebene der Unternehmensbereiche. Für bestimmte Risiken, wie zum Beispiel Rohstoffpreis- und Wechselkursrisiken, die teilweise durch gruppenweite Hedging-Effekte gemindert werden, erfolgen Maßnahmen auf Ebene der BASF-Gruppe. Einzelheiten regeln unser Risikomanagement-Handbuch und darauf aufbauende bereichsspezifische Bestimmungen. Die Risikosituation der BASF-Gruppe wird regelmäßig an den Vorstand berichtet. Werden bestimmte Risikoschwellen erreicht, erfolgt eine Meldung unmittelbar.
  • Überwachung und Weiterentwicklung
    Unser Risikomanagementsystem wird regelmäßig von der Einheit Corporate Audit überprüft. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das gemäß § 91 (2) Aktiengesetz eingerichtete Risikofrüherkennungssystem. Um unser Risikomanagementsystem fortwährend weiterzuentwickeln, suchen wir regelmäßig die Diskussion und den Ideenaustausch mit vergleichbaren Industrieunternehmen sowie mit Dienstleistern auf dem Gebiet des Risikomanagements. Bei der erneuten Aufnahme in den Dow Jones Sustainability Index im September 2009 erhielt die BASF unter anderem für ihr Risikomanagementsystem besondere Anerkennung in der Bewertung der Analysten.
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