- Internationaler Forschungs- und Technologieverbund mit acht Standorten in Europa und Nordamerika
- Etwa 700 Mitarbeiter entwickeln mit Hilfe der Pflanzenbiotechnologie Pflanzen mit klaren Vorteilen für Landwirte, Verbraucher und Umwelt
- 2009 Aufwendungen von circa 150 Millionen € für BASF Plant Science aus Konzernforschungsbudget
- Anbaugenehmigung für herbizidtolerante Sojabohnensorte in Brasilien erhalten
Pflanzenbiotechnologie bei BASF
Die BASF Plant Science ist ein internationaler Forschungs- und Technologieverbund an acht Standorten in Europa und Nordamerika. Etwa 700 Mitarbeiter entwickeln Pflanzen mit klaren Vorteilen für Landwirte, Verbraucher und Umwelt. Um gewünschte Eigenschaften zielgerichtet auf Pflanzen zu übertragen, wird die Pflanzenbiotechnologie genutzt. Sie erweitert konventionelle Züchtungsmethoden, da mit ihrer Hilfe Gene aus anderen Organismen – und damit ein viel größeres Repertoire an genetischen Eigenschaften – verwendet werden können. Die Forschungsaufwendungen für die BASF Plant Science beliefen sich im Jahr 2009 auf circa 150 Millionen € aus dem Budget der Konzernforschung.
Strategie
Als Partner führender Saatgutunternehmen entwickelt die BASF Plant Science Traits, also genetische Eigenschaften wie Trockentoleranz, Krankheitsresistenz oder höherer Ertrag. Je nachdem, um welches Merkmal und welche Nutzpflanze es sich handelt, bieten wir den Saatgutunternehmen die Entwicklung bis zum Endprodukt an. Das Saatgut bringen wir gemeinsam mit unseren Partnern auf den Markt. Neben Nutzpflanzen, die Landwirten höhere und gesicherte Ernten liefern, entwickeln wir auch Pflanzen, die eine gesündere Ernährung erlauben oder als nachwachsende Rohstoffe genutzt werden können.
Die Pflanzenbiotechnologie wird besonders in Europa kontrovers diskutiert. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst: In engem Dialog mit Landwirten, Politikern und Verbrauchern erklären wir daher frühzeitig den Nutzen der verwendeten Verfahren und unserer Produkte.
Forschung und Entwicklung
Bei der Entdeckung und Charakterisierung von Traits kooperieren wir weltweit mit einer Vielzahl von Forschungsinstituten, Universitäten und Biotechnologieunternehmen.
Zusammen mit Monsanto entwickeln wir ertragreichere und widerstandsfähigere Mais-, Soja-, Raps- und Baumwollpflanzen. Das Zulassungsverfahren für einen Mais, der Trockenheitsphasen ohne Ertragseinbußen übersteht, läuft in den USA. Wir erwarten, dass diese neue Sorte in Nordamerika ab 2012 zum Anbau zur Verfügung steht. Ende 2009 erhielten wir die erste Zulassung für eine gentechnisch optimierte Pflanze: Der Anbau der herbizidtoleranten Sojabohnensorte, die wir gemeinsam mit unserem brasilianischen Partner Embrapa entwickelt haben, wurde in Brasilien genehmigt. Die Markteinführung soll erfolgen, wenn auch bedeutende Märkte wie China und die EU unser Produkt zum Import zugelassen haben. Bei der gentechnischen Verbesserung von Zuckerrohr arbeiten wir seit August 2009 mit dem Centro de Tecnologia Canavieira (CTC), dem größten brasilianischen Zuckerrohrzüchter, zusammen. Eine vergleichbare Kooperation sind wir mit der KWS Saat AG für Zuckerrüben eingegangen.

