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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Crop Protection

  • Umsatzwachstum auf Grund höherer Preise und eines in der Summe positiven Währungseffekts; nach gutem Jahresstart kontinuierliche Abschwächung der Nachfrage
  • Ergebnis trotz des gezielten Ausbaus unseres Vertriebs und planmäßig erhöhter Ausgaben für Forschung und Entwicklung verbessert
  • EBITDA-Marge von 26,7 % übersteigt erneut unser Ziel von 25 %
  • Prognose 2010: Bei volatilen Preisen für landwirtschaftliche Produkte schwierigere Marktbedingungen als im Vorjahr; dennoch Steigerung des Umsatzes sowie Erhalt des hohen Ergebnisniveaus

Crop Protection – Umsatz nach Regionen
(nach Sitz der Kunden)

Agricultural Solutions – Crop Protection – Umsatz nach Regionen (Tortendiagramm)

Der Bereich Crop Protection hat 2009 Umsatz und Ergebnis erneut steigern können. Der Umsatz mit Dritten betrug 3.646 Millionen € und lag damit um 237 Millionen € über dem Niveau des sehr guten Vorjahres (Mengen 0 %, Preise 5 %, Portfoliomaßnahmen 1 %, Währungen 1 %). Dank der starken Nachfrage des Handels verzeichneten wir einen guten Start in das Jahr 2009. Seit Beginn des zweiten Quartals schwächte sich das Geschäft allerdings ab, da auf Grund ungünstiger Witterungsbedingungen in der nördlichen Hemisphäre weniger Pflanzenschutzprodukte angewendet wurden. Geringere Preise für landwirtschaftliche Produkte, insbesondere für Mais und Weizen, führten darüber hinaus zu einem vorsichtigeren Kaufverhalten der Landwirte. Auch Händler agierten wegen erhöhter Lagerbestände zurückhaltend. Das Umsatzwachstum ist vor allem auf höhere Preise zurückzuführen. Ein in der Summe positiver Währungseffekt und das Ende 2008 akquirierte Geschäft von Sorex/Whitmire haben zusätzlich zur Verbesserung des Umsatzes beigetragen.

Umsatzeinflüsse

  • Europa: Umsatz währungs- und witterungsbedingt nahezu auf dem Vorjahresniveau
  • Nordamerika: Höherer Umsatz infolge steigender Preise und durch stärkeren US-Dollar
  • Asien: Umsatzanstieg auf Grund höherer Absatzmengen
  • Südamerika: Umsatz über Vorjahresniveau vor allem infolge starker Nachfrage nach Fungizidprodukt Opera

Der Umsatz mit Kunden in Europa lag mit 1.520 Millionen € nahezu auf dem Vorjahresniveau. Negative Wechselkurseffekte insbesondere osteuropäischer Währungen belasteten den Umsatz. Der verspätete Saisonstart nach einem langen Winter führte ebenso wie der nur schwache Krankheitsdruck bei Feldkulturen zu einer geringeren Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Niedrigere Absatzmengen konnten durch Preissteigerungen für unsere innovativen Produkte ausgeglichen werden. In den Wachstumsmärkten Mittel- und Osteuropas hat sich unser vorsichtiges Kreditmanagement bezahlt gemacht.

In Nordamerika lag der Umsatz mit 910 Millionen € deutlich über dem Vorjahresniveau. Gründe waren vor allem höhere Preise und der im Jahresdurchschnitt 2009 stärkere US-Dollar. Daneben hat die akquirierte Sorex-Gruppe zum Anstieg des Umsatzes in unserem Geschäft mit Schädlingsbekämpfungsmitteln in nichtlandwirtschaftlichen Anwendungen beigetragen. Auf Grund ungünstiger Wetterverhältnisse und wegen des schwächeren Preises für Mais kamen unsere Pflanzengesundheitsprodukte (Headline®) deutlich weniger zum Einsatz als im Jahr 2008. Insgesamt lag der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt auf dem Vorjahresniveau.

In Asien konnten wir den Umsatz auf 378 Millionen € steigern, vor allem auf Grund höherer Absatzmengen. Besonders stark fiel das Wachstum in den Märkten Chinas und Indiens aus. In Indien verzeichneten wir beispielsweise eine hohe Nachfrage nach unserem Sojaherbizid Pursuit®.

In Südamerika lag der Umsatz mit 838 Millionen € über dem Vorjahresniveau. Günstige Witterungsbedingungen führten hier Ende des Jahres zu einem erhöhten Krankheitsdruck, weshalb die Nachfrage nach unserem Fungizidprodukt Opera® stark war. Da die Zucker- und Ethanolpreise gegen Jahresende stiegen, erholte sich der Zuckerrohrmarkt in Brasilien. Dies wirkte sich positiv auf unser zum Jahresbeginn schwächeres Insektizidgeschäft in diesem Marktsegment aus. Darüber hinaus verzeichneten wir eine starke Nachfrage nach Standak®, unserem Produkt zur Saatgutbeize von Sojabohnen.

Crop Protection – Umsatz nach Indikationen

Agricultural Solutions – Crop Protection – Umsatz nach Indikationen (Tortendiagramm)

Trotz des gezielten Ausbaus unseres Vertriebs und planmäßig erhöhter Ausgaben für Forschung und Entwicklung konnten wir das Ergebnis der Betriebstätigkeit um 64 Millionen € auf 769 Millionen € steigern. Gründe für diese Entwicklung waren höhere Preise sowie positive Wechselkurseffekte. Mit einer EBITDA-Marge von 26,7 % haben wir erneut unser Ziel von 25 % übertroffen.

Das Vermögen hat sich um 329 Millionen € auf 4.681 Millionen € erhöht. Dies ist vor allem auf den Anstieg unseres Vorratsvermögens zurückzuführen: Gegen Ende des Jahres 2008 verzeichneten wir auf Grund der starken Nachfrage nach unseren Produkten Vorratsengpässe. Um die Lieferfähigkeit und -flexibilität zu verbessern, haben wir deshalb das Vorratsniveau im Jahr 2009 erhöht. Des Weiteren ist die Nachfrage nach unseren Pflanzenschutzmitteln im Verlauf des zweiten und dritten Quartals 2009 niedriger ausgefallen als erwartet. Unser Forderungsbestand ist im Rahmen des Umsatzwachstums angestiegen. Das von uns verfolgte strikte Kredit- und Risikomanagement, insbesondere in den Wachstumsmärkten Lateinamerikas und Osteuropas, hat sich bewährt. Die Zahlungseingänge verlaufen planmäßig.

Für 2010 erwarten wir schwierigere Marktbedingungen als im Jahr 2009. Wir rechnen bei den Preisen für landwirtschaftliche Produkte weiterhin mit einer hohen Volatilität. Daneben spielt die zukünftige Entwicklung wichtiger Währungen eine entscheidende Rolle, wie die jüngste Entwicklung des US-Dollar zeigt. Zudem beeinflussen die Lagerbestände im Handel den Markt. Trotz dieser Herausforderung streben wir erneut ein Umsatzwachstum an und wollen unser Ergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten.

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