- Umsatz auf Grund der schwachen Nachfrage gesunken
- Ergebnisrückgang trotz verbesserter Margen und reduzierter Fixkosten
- Sonderbelastung durch geplante Schließung der Anlage zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid in Feluy/Belgien
- Prognose 2010: Trotz anhaltender Unsicherheiten Umsatzwachstum und deutliche Ergebnisverbesserung
Intermediates – Umsatz nach Regionen
(nach Sitz der Kunden)

2009 erzielte der Bereich Intermediates 1.868 Millionen € Umsatz mit Dritten, 26 % weniger als 2008 (Mengen –18 %, Preise –10 %, Portfoliomaßnahmen 0 %, Währungen 2 %). Das Geschäft mit Produkten für die Agro-, Energie- und Pharmaindustrie blieb im Vorjahresvergleich weitgehend stabil. Dagegen prägte der krisenbedingt starke Rückgang der Nachfrage aus unseren Abnehmerbranchen Textil, Leder, Automobil, Lack und Kunststoff nach einem schwachen vierten Quartal 2008 auch den Beginn des Jahres 2009. Dies traf vor allem unsere Produktbereiche Polyalkohole, Carbonsäuren sowie Butandiol und dessen Folgeprodukte. Ausgehend von einem niedrigen Niveau belebte sich die Nachfrage ab April zunehmend. Maßgeblich hierfür waren staatliche Konjunkturprogramme, das Ende des Vorratsabbaus bei unseren Kunden und eine solide Bedarfssituation in Asien.
Während die Preise wichtiger Rohstoffe wie Erdgas und Methanol im Jahr 2009 insgesamt sanken, konnten wir unsere Verkaufspreise durch unsere Strategie „Wert vor Menge“ weitgehend halten und so die Margen verbessern – zunächst bei Aminen und Carbonsäuren, im Laufe des Jahres aber auch in der Butandiol-Linie. Bei nachfragebedingt niedriger Kapazitätsauslastung intensivierten wir 2009 weltweit unsere Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung.
Der geringere Absatz minderte das Ergebnis der Betriebstätigkeit, das trotz verbesserter Margen und reduzierter Fixkosten unter dem Vorjahreswert lag. Zusätzlich wurde das Ergebnis durch Sondereinflüsse belastet, die sich vor allem aus der beabsichtigten Schließung unserer Anlage zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid im belgischen Feluy ergaben.
2009 haben wir mehrere Neuanlagen in Betrieb genommen, vor allem eine Anlage in Ludwigshafen zur Herstellung von Cyclododecanon, einem Vorprodukt für den Hochleistungskunststoff Polyamid 12 und für Riechstoffe. Die BASF-Anlage arbeitet nach einem innovativen dreistufigen Verfahren, während konventionelle Produktionsprozesse fünf Schritte benötigen. Als Oxidationsmittel nutzen wir hierbei erstmals großtechnisch Lachgas aus dem Ludwigshafener Verbund.
Für 2010 erwarten wir, dass die Nachfrage an das Niveau des zweiten Halbjahres 2009 anknüpft, allerdings mit spürbaren Schwankungen in den einzelnen Märkten. Insgesamt streben wir an, 2010 einen höheren Umsatz als 2009 zu erzielen und das Ergebnis deutlich zu verbessern.

