- Umsatzrückgang infolge der weltweiten Wirtschaftskrise
- Reduzierung der Produktionskapazität Anfang 2009; Verbesserung der Absatzsituation im Jahresverlauf
- Ergebnis auf Grund niedrigerer Mengen und Margen unter dem guten Wert des Vorjahres
- Prognose 2010: Trotz weiterhin bestehender Überkapazitäten Anstieg des Umsatzes; Ergebnis über Vorjahresniveau
Petrochemicals – Umsatz nach Regionen
(nach Sitz der Kunden)

Der Umsatz mit Dritten lag 2009 mit 4.664 Millionen € um 2.607 Millionen € unter dem Wert des Vorjahres (Mengen –10 %, Preise –27 %, Portfoliomaßnahmen 0 %, Währungen 1 %). Grund für diese Entwicklung war die weltweite Wirtschaftskrise, in deren Folge die Nachfrage in fast allen Arbeitsgebieten Ende des Jahres 2008 drastisch zurückging. Gleichzeitig führten stark sinkende Rohstoffpreise zu deutlich schwächeren Produkterlösen.
In den ersten Monaten des Jahres mussten wir zur Geschäfts- und Vorratssteuerung die Kapazitäten erheblich reduzieren; einige Anlagen wurden temporär abgestellt. Im Jahresverlauf verbesserte sich die Absatzsituation langsam, ohne jedoch das hohe Niveau des Vorjahres zu erreichen.
Auf Grund der im Laufe des Jahres spürbar angestiegenen Rohstoffpreise blieben die Margen von Crackerprodukten vor allem in Asien und Nordamerika auf unbefriedigendem Niveau. Neue Kapazitäten, insbesondere im Nahen Osten, führten dort zu einem Überangebot an Crackerprodukten, so dass die Preise nicht in ausreichendem Maße angepasst werden konnten. In Europa verursachten Anlagenausfälle von Steamcrackern in der gesamten Industrie zeitweise Angebotsengpässe bei Olefinen, woraus ein vergleichsweise hohes Margenniveau resultierte. Eine sich nur langsam erholende Nachfrage und hohe Überkapazitäten belasteten bei Weichmachern sowie bei Alkylenoxiden und Glykolen die Margen. Das Geschäft mit Alkoholen und Lösemitteln sowie mit Acrylmonomeren entwickelte sich dagegen zufriedenstellend.
Nach einem schwierigen Start im ersten Quartal 2009 konnte das Ergebnis der Betriebstätigkeit in den Folgequartalen verbessert werden; insgesamt blieb es aber unter dem guten Vorjahreswert.
Wir erwarten, dass sich die positive Geschäftsentwicklung der letzten Quartale des Jahres 2009 auch 2010 fortsetzt. Zusätzliche Produktionskapazitäten im Nahen Osten und in Asien verstärken allerdings den Margendruck. Wir rechnen mit einem Ergebnis über dem Niveau des Vorjahres.

