- Ausbau der Erdgasinfrastruktur in Deutschland und Europa in Kooperation mit Gazprom
- Beteiligung am Bau der Nord-Stream-Pipeline von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste
- Festigung der Marktposition in Deutschland und weiteres Wachstum im übrigen Europa
Erdgasspeicher der WINGAS
Mehr Energieversorgungssicherheit für EuropaWert für die BASF
Nr. 3
der Speichereigentümer
in NordwesteuropaWert für die Umwelt
40 %
mehr Speichervolumen
zur sicheren EnergieversorgungWert für die BASF
Mit neuen Erdgasspeichern in Österreich, Deutschland und England baut die BASFTochter WINGAS ihre Position als einer der führenden Anbieter von Speicherkapazitäten in Europa weiter aus.
Wert für die Gesellschaft
Für eine sichere Energieversorgung sind Erdgasspeicher sehr wichtig. Mit der Realisierung der neuen Speicherprojekte in Europa steigert WINGAS ihr Speichervolumen um mehr als 40 % und garantiert so die Verfügbarkeit des umweltschonenden Energieträgers.
Das gemeinsam mit Gazprom betriebene Erdgashandelsgeschäft ist in der WINGAS-Gruppe zusammengefasst. Wir liefern Erdgas aus verschiedenen Quellen nach Deutschland und in andere europäische Länder. Das durch WINGAS TRANSPORT betriebene Leitungsnetz verbindet die Märkte Westeuropas mit einer Infrastruktur, die bis zu den Gasquellen Sibiriens reicht. Weitere wichtige Bestandteile des Portfolios sind der größte Erdgasspeicher Westeuropas in Rehden/Niedersachsen und der Erdgasspeicher Haidach in Österreich.
Durch den geplanten Bau der Nord-Stream-Pipeline von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste und die damit verbundenen Onshore-Anschlussleitungen an das europäische Netz wird die Erdgasinfrastruktur in Europa entscheidend verstärkt. Das Nord-Stream-Projekt wird durch den zusätzlichen Transport von Erdgas nach Europa das Transitrisiko verringern und die Versorgungssicherheit nachhaltig verbessern. Partner bei diesem Projekt – also Anteilseigner an der Nord Stream AG – sind neben Gazprom (51 %) auch E.ON Ruhrgas (20 %), Wintershall (20 %) sowie die N.V. Nederlandse Gasunie (9 %). Die Nord Stream AG, die at Equity in den BASF-Gruppenabschluss einbezogen wird, hat die Vorbereitungen für den Pipelinebau vorangetrieben und inzwischen in allen betroffenen Anrainerstaaten – Dänemark, Schweden, Russland, Deutschland und Finnland – die erforderlichen Genehmigungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Der Baubeginn wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2010 erfolgen.
Wichtige Entwicklungen 2009
- Baubeginn der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL), die weitgehend von Netzzugangs- und Entgeltregulierung ausgenommen ist
- Beginn der Bauaktivitäten für den Erdgasspeicher Jemgum
Als Erdgas-Transitleitung wurde die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) für 22 Jahre ab Inbetriebnahme weitgehend von der Netzzugangs- und Entgeltregulierung ausgenommen. Dies ermöglicht neben einer exklusiven Verfügbarkeit der Transitkapazität für Transportkunden auch eine marktorientierte Entgeltbildung. Die Bauarbeiten für diese Pipeline, die 2011 in Betrieb gehen soll, sind in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen worden. Für die Anbindung Norddeutsche Erdgasleitung (NEL) hat das Genehmigungsverfahren begonnen; sie soll 2012 gemeinsam mit dem zweiten Strang der Nord-Stream-Pipeline in Betrieb genommen werden.
Unsere Wachstumsstrategie wird durch den Aufbau zusätzlicher Speicherkapazitäten ergänzt. Während sich der Erdgasspeicher Saltfleetby in Großbritannien noch in der Genehmigungsphase befindet, sind für den Speicher Jemgum in Deutschland die Bauaktivitäten angelaufen. Beim Speicher Haidach in Österreich wird bereits die zweite Ausbaustufe umgesetzt.
Nach einem Bescheid der Bundesnetzagentur vom September 2008 ist es WINGAS TRANSPORT sowie allen anderen deutschen Betreibern von Gasfernleitungsnetzen nicht mehr möglich, die Erdgastransporttarife wettbewerbsorientiert zu bilden. WINGAS TRANSPORT berechnet ihren Kunden jetzt die von der Bundesnetzagentur auf Kostenbasis festgelegten reduzierten Transporttarife.
Geschäftsentwicklung
- Umsatz preisbedingt deutlich niedriger als im Vorjahr
- Absatzrückgang infolge der ungünstigen konjunkturellen Entwicklung
- Ergebnis knapp unter dem hohen Vorjahresniveau
- Prognose 2010: Leicht rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung
Anteile am Umsatz

Der Umsatz mit Dritten ist weitgehend preisbedingt um 1.628 Millionen € auf 7.509 Millionen € zurückgegangen. Der Absatz sank infolge der ungünstigen konjunkturellen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 388 Milliarden Kilowattstunden. Dieser Rückgang ist zu fast gleichen Teilen im Inland und im Ausland – hier vor allem in Rumänien – eingetreten. Rund 10 % des Erdgasabsatzes erzielte WINGAS mit BASF-Gruppengesellschaften.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit lag mit 508 Millionen € um 17 Millionen € unter dem Wert des Vorjahres. Da die Verkaufspreise für Erdgas vertragsbedingt erst mit mehrmonatiger Verzögerung dem Verlauf des Ölpreises folgen, profitierten wir im ersten Halbjahr 2009 noch von den hohen Ölpreisnotierungen, die Mitte 2008 verzeichnet worden waren. Hierdurch konnten die Auswirkungen des deutlichen Preisverfalls an den Spotmärkten im zweiten Halbjahr sowie mengenbedingte Einbußen weitgehend kompensiert werden.
Ein zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie im Erdgasgeschäft ist die Beteiligung an der Nord Stream AG. Diese Gesellschaft baut eine Pipeline, die von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste verläuft. Mit Dänemark, Schweden, Russland, Deutschland und Finnland haben zwischenzeitlich alle involvierten Anrainerstaaten die Baugenehmigung erteilt. Der Baubeginn wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2010 erfolgen. Die Vorbereitungen für die Verlegung der Pipeline sind bereits angelaufen.
Im Zusammenhang mit dem Nord-Stream-Projekt wurden in Deutschland die Arbeiten am Speicher Jemgum und an der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) aufgenommen. Die Planungsaktivitäten für die Norddeutsche Erdgasleitung (NEL) wurden fortgeführt.
Wir rechnen damit, den Absatz bei Natural Gas Trading 2010 trotz der weiterhin angespannten konjunkturellen Lage und der steigenden Wettbewerbsintensität auf dem hohen Niveau des Jahres 2009 stabilisieren zu können. Da sich die positiven Time-Lag-Effekte aus dem ersten Halbjahr 2009 nicht wiederholen, gehen wir davon aus, dass Umsatz und Ergebnis 2010 leicht unter den Werten des Vorjahres liegen werden.

