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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Compliance

Grundlage unseres Compliance-Programms ist ein System aus Schulungen, Beratungsstellen und Monitoringinstrumenten. Neue Mitarbeiter bei BASF erhalten eine verpflichtende Grundschulung zu Compliance. Anschließende Auffrischungsschulungen sowie Trainings zu speziellen Themen wie Kartellrecht und Embargobestimmungen ergänzen die Maßnahmen. Über 41.000 Mitarbeiter haben 2010 an Compliance-Schulungen teilgenommen.

Mit gruppenweiten Verhaltenskodices setzen wir unser Compliance-Programm im Unternehmen um. Wir schaffen damit die Voraussetzung, dass unsere Mitarbeiter Regeln und Richtlinien kennen. Ziel ist es, Rechtsverstößen wie Korruptionsvorfällen vorzubeugen und mögliche Compliance-Risiken für die BASF zu minimieren.

Unser Chief Compliance Officer steuert die weltweite Umsetzung des Programms. Rund 100 Compliance-Beauftragte weltweit unterstützen ihn bei seiner Arbeit. Der Chief Compliance Officer berichtet regelmäßig an den Vorstand über Umsetzung und gegebenenfalls Nachschärfung des Compliance-Programms sowie über Erkenntnisse aus dem Unternehmensgeschehen. Zudem berichtet der Chief Compliance Officer dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats jährlich mindestens in einer seiner Sitzungen ausführlich über Inhalt und Umsetzung des Compliance-Programms und die Behandlung wesentlicher Einzelsachverhalte. Bei wichtigen Ereignissen wird der Prüfungsausschuss vom Vorstand umgehend informiert.

Sollte es trotz aller vorbeugenden Maßnahmen zu Verstößen kommen, wollen wir diese möglichst schnell verfolgen und beheben. Über externe gruppenweite Hotlines können Mitarbeiter anonym Fragen zum persönlichen Verhalten stellen und auf fragwürdige Vorfälle im Unternehmen hinweisen. 2010 gingen 234 Anrufe und E-Mails ein. Ein Großteil betraf Fragen zum eigenen persönlichen Verhalten der Mitarbeiter. Das weitere vielfältige Themenspektrum reichte von geschäftsbezogenen Hinweisen, über Fragen zur Personalführung bis hin zum Verdacht auf persönliche Bereicherung zu Lasten des Unternehmens. Unsere Konzernrevision auditiert, ob unsere Grundsätze eingehalten werden. Im Jahr 2010 haben wir gruppenweit 48 (2009: 109) Compliance-Audits durchgeführt. Bei diesen Prüfungen erkannte oder bei unserer Hotline gemeldete Fälle, bei denen ein Verdacht auf Fehlverhalten besteht, untersuchen wir ausnahmslos. Bei gravierenden Verstößen reichen die Sanktionen bis zu Entlassung und Forderungen von Schadenersatz. Zusätzlich überprüfte der Chief Compliance Officer im Jahr 2010 gemeinsam mit den Datenschutzbeauftragten der BASF in Deutschland auch Prozesse für den korrekten Umgang mit Mitarbeiterdaten.

Bei der Auswahl von Lieferanten in Nicht-OECD-Ländern prüfen wir mit einem Fragebogen, ob sie einen Verhaltenskodex etabliert haben. Für den Einsatz von Kontraktoren, Beratern und Drittfirmen, die unsere Produkte vertreiben, haben wir 2010 eine neue Checkliste erarbeitet. Sie fragt den Umgang mit Compliance ab.

Außerhalb unseres Unternehmens setzen wir uns in Initiativen dafür ein, Korruption zu verhindern. Als Mitglied des UN Global Compact beteiligen wir uns an der Umsetzung des Global Compact Prinzips zur Korruptionsbekämpfung. Seit dem Jahr 2003 unterstützen wir Korruptionsbekämpfung als Mitglied bei Transparency International Deutschland e.V. An der „Partnering Against Corruption Initiative“ (PACI) des World Economic Forum Davos arbeiten wir seit 2008 mit.

In der BASF SE haben wir 2010 circa 1.000 Führungskräfte und Mitarbeiter zu ihrer Wahrnehmung von Compliance im Unternehmen befragt − etwa wie oft sie sich mit Konfliktsituationen konfrontiert fühlen und ob ihnen das Compliance-Programm ausreichend Orientierung gibt. An der freiwilligen, anonymen Umfrage beteiligten sich mehr als 50 % der Befragten. Für 2011 planen wir, die Befragung auf wichtige Gruppengesellschaften auszuweiten. Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact
Mehr zu unseren Grundwerten und Leitlinien unter Strategie und Werte.

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